Ein geopolitischer Schock, ein neues Laser-Joint-Venture und ein großer Munitionsauftrag – gleich drei Treiber haben der Rheinmetall Aktie zum Jahresbeginn kräftig Rückenwind gegeben. Der Kurs liegt deutlich über seinem kurzfristigen Durchschnitt und nicht weit vom Rekordniveau entfernt. Wie stabil ist dieser Aufwärtstrend?

Starker Kursimpuls und technisches Bild

Gestern schloss die Aktie bei 1.754,50 Euro. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Plus von 12,97 Prozent, seit Jahresanfang ein Zuwachs von 10,17 Prozent. Im Zwölfmonatsvergleich steht sogar ein Anstieg von 190,10 Prozent.

Charttechnisch zeigt sich ein ausgeprägter Aufwärtstrend:

  • Abstand zum 52‑Wochen-Hoch (1.995,00 Euro): rund –12 %
  • Abstand zum 52‑Wochen-Tief (604,80 Euro): +190,10 %
  • Kurs über 50‑Tage-Durchschnitt (1.600,51 Euro): +9,62 %
  • Kurs über 200‑Tage-Durchschnitt (1.698,10 Euro): +3,32 %
  • RSI (14 Tage): 83,7, also klar im überkauften Bereich
  • 30‑Tage-Volatilität (annualisiert): 81,57 %, sehr hohe Schwankungsbreite

Damit spiegelt der Markt eine starke Nachfrage nach dem Titel wider, zugleich mahnen RSI und Volatilität zur Vorsicht: Der Trend ist intakt, aber kurzfristig überhitzt.

Operative Impulse: Laser-Joint-Venture und Munitionsauftrag

Neben der geopolitischen Lage stützen zwei konkrete Unternehmensmeldungen die Kursdynamik.

Laser-Joint-Venture mit MBDA

Rheinmetall bündelt seine Hochenergie-Laserkompetenzen mit dem europäischen Lenkflugkörper-Spezialisten MBDA in einem Joint Venture:

  • Geplante Gründung im ersten Quartal 2026
  • Ein Demonstrator kann Ziele von der Größe einer 1‑Euro-Münze auf große Distanz stabil verfolgen
  • Bis 2029 soll ein voll einsatzfähiges Marinesystem zur Drohnenabwehr marktreif sein

Damit positioniert sich der Konzern in einem technologiegetriebenen Zukunftsfeld, das vor allem für die Abwehr unbemannter Systeme immer wichtiger wird.

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Erweiterter Munitionsabruf der Bundeswehr

Gleichzeitig meldete das Unternehmen einen umfangreichen Abruf aus einem bestehenden Rahmenvertrag:

  • Produkt: 30‑mm-Munition für den Schützenpanzer Puma
  • Volumen: mehrere hundert Millionen Euro im aktuellen Abruf
  • Gesamtvolumen des seit 2022 bestehenden Rahmenvertrags auf rund 1 Milliarde Euro erweitert

Die Meldung untermauert die gut gefüllte Pipeline und liefert mittel- bis langfristig planbare Umsätze.

Geopolitische Lage als Haupttreiber

Den stärksten Schub liefert jedoch die internationale Entwicklung. Die US-Militäroperation in Venezuela und die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro haben den Verteidigungssektor europaweit in den Vordergrund gerückt. Anleger rechnen mit weiter steigenden Verteidigungsbudgets und einem anhaltenden Aufrüstungszyklus.

Davon profitieren nicht nur Rheinmetall, sondern auch andere Werte der Branche, etwa Hensoldt und Renk, die zuletzt ebenfalls deutliche Kursgewinne verbuchten. Die Märkte preisen ein Szenario ein, in dem Sicherheitsrisiken globaler und weniger kalkulierbar werden – ein Umfeld, in dem Rüstungs- und Wehrtechnikhersteller strukturell gefragt bleiben.

Fazit: Starker Trend mit hoher Spannung

Die aktuelle Lage der Rheinmetall Aktie wird von drei Faktoren geprägt: einem klaren Aufwärtstrend im Chart, operativen Fortschritten bei Hightech-Systemen und Munition sowie einer angespannten geopolitischen Umgebung, die Verteidigungsausgaben weiter antreibt. Kurzfristig signalisiert der hohe RSI eine überkaufte Situation, strukturell sprechen jedoch volle Auftragsbücher und die Laser-Allianz mit MBDA für anhaltend robuste Perspektiven, sofern sich der globale sicherheitspolitische Druck nicht rasch verringert.

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