Rheinmetall Aktie: Neue Baustellen
Rheinmetall erweitert sein Geschäft in rasantem Tempo – doch ausgerechnet aus Berlin kommt ein Dämpfer. Zwei Übernahmen innerhalb weniger Tage sollen den Konzern breiter aufstellen, gleichzeitig kürzt der Bundestag ein wichtiges Drohnenbudget deutlich. Was zählt für Anleger jetzt mehr: Expansionsfantasie oder weniger Planungssicherheit?
Zwei Zukäufe, neuer Fokus auf See und Robotik
Zum 1. März hat Rheinmetall Naval Vessels Lürssen (NVL) integriert. Damit wechseln vier Werften – darunter Blohm+Voss in Hamburg sowie die Peene-Werft in Wolgast – und rund 2.100 Mitarbeiter unter das Dach des Konzerns. Für Rheinmetall ist das strategisch relevant: Mit der neuen Division „Naval Systems“ (unter Leitung von Tim Wagner) kann das Unternehmen künftig auch Korvetten und Fregatten liefern. Ein Segment, in dem Rheinmetall bisher keine führende Rolle hatte.
Nur wenige Tage später folgte der nächste Schritt: In Zagreb wurde der Vertrag zum Erwerb von 51% am kroatischen Anbieter unbemannter Bodensysteme DOK-ING unterzeichnet. Gründer Vjekoslav Majetić behält 49%. Abgeschlossen ist der Deal allerdings noch nicht – der Vollzug hängt von behördlichen Genehmigungen ab.
DOK-ING hat laut Angaben rund 500 Robotikplattformen an Kunden in mehr als 40 Ländern geliefert. Minenräumsysteme des Unternehmens sind derzeit in der Ukraine im Einsatz. Rheinmetall und DOK-ING planen zudem gemeinsame Entwicklungen für Kampf- und Unterstützungsoperationen, darunter ein unbemanntes bewaffnetes Unterstützungssystem („Wingman“), das neben Panzern und Schützenpanzern Aufklärung und Feuerunterstützung leisten soll.
Bundestag kürzt Drohnenprogramm – weniger Planungssicherheit
Parallel zur Expansionsstory wird in Berlin der Ton vorsichtiger. Der Haushaltsausschuss des Bundestages bewilligte für das geplante Kamikaze-Drohnen-Programm 2 Milliarden Euro – weniger als die Hälfte der ursprünglich beantragten 4,4 Milliarden Euro. Damit steht auch das für Rheinmetall erwartete Vertragsvolumen von rund 269 Millionen Euro unter strengeren parlamentarischen Auflagen.
Der Einstieg als dritter Lieferant im April bleibt zwar bestehen. Doch die geringere Budgetzusage reduziert die Planbarkeit. Rheinmetall hatte zunächst nicht genügend Wirksamkeitsnachweise für seine Einweg-Drohne FV-014 geliefert, meldete zuletzt aber erfolgreiche Tests.
Kursbild: Erholung am Freitag, aber unter wichtigen Durchschnitten
An der Börse kamen die gemischten Signale zuletzt nur bedingt gut an. Der Schlusskurs am Freitag lag bei 1.592,50 Euro (+2,25%), auf 7-Tage-Sicht steht dennoch ein Minus von 4,44%. Auffällig: Der Kurs liegt rund 20% unter dem 52‑Wochen-Hoch von 1.995,00 Euro und zugleich klar unter dem 50‑Tage‑Durchschnitt (1.744,86 Euro). Der RSI von 83,7 unterstreicht, wie aufgeheizt die kurzfristige Dynamik zuletzt war.
Blick nach vorn: Jahreszahlen am 11. März
Der nächste Fixpunkt ist bereits terminiert: Am Dienstag, den 11. März, legt Rheinmetall die vollständigen Jahreszahlen vor. Im Mittelpunkt dürften zwei Punkte stehen: wie konkret das Management die Synergien aus der NVL-Übernahme beziffert – und wie es die Folgen der gekürzten Drohnenmittel strategisch abfedern will. Genau dort entscheidet sich, ob die Expansion als Wachstumstreiber überzeugt oder ob der politische Gegenwind die Story kurzfristig ausbremst.
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