Zwei Großaufträge, eine neue Allianz — Rheinmetall baut sein Drohnengeschäft mit Nachdruck aus. Der Rüstungskonzern hat eine strategische Partnerschaft mit Boeing Australia geschlossen und steht gleichzeitig vor einem milliardenschweren Bundeswehrauftrag für Kampfdrohnen. Beide Entwicklungen kommen jedoch nicht ohne Vorbehalte.

Boeing-Allianz für die Bundeswehr

Gemeinsam mit Boeing Australia will Rheinmetall der Bundeswehr die MQ-28 Ghost Bat als Collaborative Combat Aircraft (CCA) anbieten. Das unbemannte System hat bereits mehr als 150 Flüge absolviert und wurde ursprünglich für die Royal Australian Air Force entwickelt. Es soll als Kraftmultiplikator dienen — mit Fähigkeiten in Aufklärung, elektronischer Kriegsführung und Waffenintegration. Eine Demonstration umfasste bereits den autonomen Angriff und die Zerstörung eines Luftziels.

Die Bundeswehr plant, bis 2029 unbemannte Kampfflugzeuge zu beschaffen. Rheinmetall positioniert sich frühzeitig für diesen Auftrag.

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Raider-Auftrag mit Bedingungen

Parallel dazu soll der Haushaltsausschuss des Bundestages in der kommenden Woche einen Rahmenvertrag über bis zu 2,4 Milliarden Euro für sogenannte Loitering Munition billigen. In einem ersten Schritt stehen Bestellungen für Rheinmetalls „Raider"-Drohnen im Wert von rund 298 Millionen Euro an. Die Systeme sollen primär die neue Panzerbrigade 45 in Litauen schützen.

Allerdings knüpft der Vertrag die Auszahlung des vollen Volumens an eine Bedingung: Rheinmetall muss bis Ende April 2027 alle Qualifikationsanforderungen erfüllen. Berichten zufolge hatten die Drohnen bei früheren Tests nicht die gewünschten Ergebnisse geliefert, was den Auftrag vorübergehend verzögerte.

Gegenwind trotz Auftragsflut

Das Bild ist nicht ohne Schatten. CEO Armin Papperger stand zuletzt wegen kritischer Äußerungen zur ukrainischen Drohnenindustrie unter Druck. Das Skyranger-Drohnenabwehrsystem verzögert sich laut Berichten um mindestens 16 Monate. Und in Rumänien beschwert sich die Regierung über Preisaufschläge von angeblich bis zu 30 Prozent bei laufenden Beschaffungsprogrammen.

Die Aktie notiert nach einem Wochenzuwachs von rund elf Prozent bei 1.582 Euro — damit aber noch gut 20 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 1.995 Euro aus dem September 2025. Goldman Sachs hatte zuletzt ein Kursziel von 2.300 Euro ausgegeben. Ob der Raider-Auftrag die nötige Qualifikation bis zur Deadline erreicht, wird über die Substanz dieses Milliarden-Rahmens entscheiden.

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