Rheinmetall Aktie: CEO-Aussagen belasten
Ein Interview, eine diplomatische Verstimmung und ein Kursrückgang, der sich in den vergangenen Wochen aufgestaut hat — bei Rheinmetall läuft gerade einiges zusammen. CEO Armin Papperger musste am Wochenende die Folgen unvorsichtiger Worte über die ukrainische Rüstungsindustrie ausbaden, während das Unternehmen gleichzeitig strategisch Gas gibt.
Papperger-Interview löst Welle der Kritik aus
Auslöser war ein am vergangenen Freitag erschienenes Interview im US-Magazin The Atlantic. Papperger verglich ukrainische Drohnenhersteller mit „Hausfrauen, die in der Küche mit 3D-Druckern Teile produzieren", und sprach der ukrainischen Rüstungsentwicklung grundsätzlich echte Innovationskraft ab. Die Reaktion aus Kiew folgte prompt: Präsidentenberater Alexander Kamyschin wies die Einschätzung scharf zurück und verwies auf die nachgewiesene Wirksamkeit ukrainischer Drohnensysteme.
Rheinmetall sah sich daraufhin am Sonntag zu einer öffentlichen Stellungnahme auf X gezwungen — mit der Versicherung, „höchsten Respekt" für die Verteidigungsanstrengungen der Ukraine zu hegen. Schadensbegrenzung in Echtzeit.
Spanien-Deal als strategischer Kontrapunkt
Parallel dazu unterzeichnete Rheinmetall am Freitag eine Absichtserklärung mit dem spanischen Technologiekonzern Indra zur Gründung eines Joint Ventures. Ziel ist es, Ausschreibungen der spanischen Streitkräfte zu gewinnen — konkret bis zu 3.000 Militär-Lastwagen und mehrere Hundert gepanzerte Fahrzeuge. Das potenzielle Volumen liegt im Milliardenbereich, in Spanien sollen 500 bis 700 Arbeitsplätze entstehen.
Das Wachstumstempo des Konzerns bleibt beeindruckend: 2025 steigerte Rheinmetall den Umsatz um 29 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro. Für 2026 peilt das Management 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro an, bei einer operativen Marge von rund 19 Prozent.
Aktie weit unter Jahreshoch
An der Börse spiegelt sich die Gemengelage in den Kursen wider. Mit einem Minus von rund 14,5 Prozent seit Jahresbeginn und einem Abstand von fast 20 Prozent zur 200-Tage-Linie notiert die Aktie bei 1.369,50 Euro deutlich unter ihrem Septemberhoch von 1.995,00 Euro. Der RSI von 79 signalisiert dabei eine überkaufte Lage — ein technischer Widerspruch, der zeigt, wie stark die jüngste Gegenbewegung nach oben ausgefallen sein muss, bevor der aktuelle Abwärtsdruck einsetzte.
Neben dem Spanien-Deal und den Wachstumszielen für 2026 beobachten Investoren auch das US-Geschäft: Rheinmetall konkurriert um das Bradley-Nachfolgeprogramm mit einem Auftragsvolumen von über 45 Milliarden US-Dollar. Ein Zuschlag dort würde die Wachstumsstory fundamental neu bewerten.
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