Renk Aktie: Marktentwicklung positiv
Der Augsburger Antriebsspezialist Renk profitiert von einem ungewöhnlichen Rückenwind: Militärische Spannungen rund um Venezuela treiben Anleger zurück in europäische Rüstungswerte. Die Aktie kletterte zum Wochenende auf 62,50 Euro – doch Analysten bleiben in ihren Einschätzungen auffallend gespalten.
Die wichtigsten Fakten:
- Kurs steigt auf 62,50 Euro (+2,32% zum Wochenschluss)
- Jahresperformance beeindruckend: +180% in 12 Monaten
- Goldman Sachs bestätigt "Neutral" mit Kursziel 70 Euro
- Investitionsoffensive: 325 Mio. Euro bis 2028 geplant
- EBIT-Prognose: 210-235 Mio. Euro (mit Belastungen >10%)
Venezuela-Krise als Kurstreiber
Die jüngsten US-Militäroperationen rund um Venezuela wirken als Katalysator für den gesamten Verteidigungssektor. Als Weltmarktführer für Panzergetriebe sitzt Renk dabei an einer Schlüsselstelle der NATO-Lieferketten. Der Markt rechnet fest damit, dass westliche Regierungen ihre Budgets für militärische Mobilität mittelfristig weiter aufstocken müssen.
Die Rechnung geht auf: Innerhalb eines Jahres hat sich der Aktienkurs nahezu verdreifacht. Vom 52-Wochen-Tief bei 22,14 Euro im Januar 2025 stieg das Papier zeitweise bis auf 88,73 Euro im Oktober – ein Plus von über 300 Prozent.
Analysten zeigen sich uneinig
Die Expertenmeinungen könnten unterschiedlicher kaum ausfallen. Während die Deutsche Bank Kursziele von bis zu 72 Euro ausruft, mahnen andere Häuser wie mwb research zur Vorsicht. Goldman Sachs positioniert sich in der Mitte mit einem "Neutral"-Rating und 70 Euro Zielmarke.
Diese Bandbreite spiegelt die Unsicherheit wider: Einerseits sind die Auftragsbücher prall gefüllt, andererseits binden operative Belastungen mehr als zehn Prozent des EBIT. Der aktuelle Kurs von 62,50 Euro liegt deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch, aber komfortabel über dem 200-Tage-Durchschnitt von 64,54 Euro.
325 Millionen für den Standort Deutschland
Renk setzt ein klares Signal mit seiner Investitionsoffensive "Made for Germany". Bis 2028 fließen bis zu 325 Millionen Euro in den heimischen Standort – vorrangig in Digitalisierung, Kapazitätserweiterung und die Entwicklung autonomer Antriebssysteme.
Diese Drive-by-Wire-Technologien sollen die nächste Generation gepanzerter Fahrzeuge revolutionieren. Die Bundeswehr und internationale Partner benötigen diese Innovationen, um ihre Streitkräfte zukunftsfähig zu machen. Marktbeobachter werten das Bekenntnis zum Standort als Zeichen langfristiger Lieferfähigkeit.
Charttechnik stabilisiert sich
Nach dem Test des 100-Tage-Durchschnitts signalisiert der Wochenschlusskurs über 62 Euro eine technische Stabilisierung. Der RSI von 61,2 deutet auf moderaten Kaufdruck hin, ohne bereits überkaufte Niveaus zu erreichen. Die Volatilität von 44,38 Prozent bleibt allerdings hoch – ein Abbild der geopolitischen Gemengelage.
Entscheidend wird sein, ob die Marke von 64 Euro nachhaltig zurückerobert werden kann. Gelingt dies, wäre der Weg in Richtung der Analystenziele frei. Scheitert der Ausbruch, könnte der 50-Tage-Durchschnitt bei 55,59 Euro erneut angelaufen werden.
Renk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Renk-Analyse vom 18. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Renk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Renk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Renk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








