Die Online-Apotheke hat am Mittwoch vorläufige Zahlen für 2025 vorgelegt – und enttäuschte damit die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz kletterte zwar um 24 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, blieb aber unter der Konsensschätzung von 2,97 Milliarden Euro. Die Reaktion an der Börse ließ nicht auf sich warten: Die Aktie brach um über acht Prozent auf 65,80 Euro ein. Binnen zwölf Monaten hat der Titel damit 46 Prozent an Wert verloren.

Besonders bitter: Ausgerechnet im vierten Quartal, mitten in der Grippesaison, entwickelte sich das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten schwächer als erhofft. Die Non-Rx-Umsätze stiegen nur um neun Prozent auf 483 Millionen Euro – eine klare Enttäuschung für einen Zeitraum, in dem normalerweise die Kassen klingeln sollten.

E-Rezept als Hoffnungsträger?

Doch es gibt auch positive Signale. Das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten legte im Schlussquartal um 34 Prozent auf 311 Millionen Euro zu. Besonders in Deutschland läuft es: Hier wuchsen die Rx-Umsätze im vierten Quartal um 60 Prozent auf 155 Millionen Euro. Im Gesamtjahr verdoppelte sich der Umsatz mit E-Rezepten in Deutschland nahezu – von 254 Millionen auf 503 Millionen Euro, ein Plus von 98 Prozent.

Die Strategie scheint aufzugehen. Von den insgesamt 1 Milliarde Euro Rx-Umsatz in der DACH-Region entfiel die Hälfte auf den deutschen Markt. Die Kundenbasis wuchs um 1,4 Millionen auf 13,9 Millionen aktive Nutzer.

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Durchwachsene Analystenstimmen

Martin Comtesse von Jefferies spricht von einem "durchwachsenen Bild". Die schwachen Non-Rx-Zahlen trotz Grippewelle seien eine "klar negative Überraschung". Gleichzeitig habe Redcare bei E-Rezepten die selbstgesteckten Ziele erreicht – trotz aller Anlegerbedenken. Volker Bosse von der Baader Bank sieht die Zahlen als "solide", wenn auch leicht unter den Erwartungen.

Die zentrale Frage bleibt: Kann das starke Wachstum bei verschreibungspflichtigen Medikamenten die Schwäche im rezeptfreien Segment kompensieren? CEO Olaf Heinrich betont die "führende Position beim E-Rezept" in Deutschland. Die verhaltene Entwicklung bei nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten erklärt er mit schwierigen Marktbedingungen.

Den vollständigen Geschäftsbericht will das MDAX-Unternehmen am 4. März vorlegen. Bis dahin dürften die Bären das Ruder fest in der Hand behalten.

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