Der US-Drohnenhersteller Red Cat Holdings steht vor einer entscheidenden Woche. Wenn das Unternehmen am Mittwoch seine Quartalszahlen präsentiert, erwartet der Markt ein beispielloses Wachstum. Der Wandel vom reinen Hardware-Produzenten zum vernetzten Rüstungslieferanten scheint sich auszuzahlen, doch die extrem hohe Bewertung lässt keinen Spielraum für Enttäuschungen.

Die Vorabmeldungen des Managements haben die Erwartungen massiv nach oben geschraubt. Für das vierte Quartal rechnet Red Cat mit einem Umsatzsprung von über 1.800 Prozent auf bis zu 26,5 Millionen US-Dollar. Diese Aussicht trieb den Kurs seit Jahresbeginn bereits um gut 77 Prozent in die Höhe, womit das Papier am Freitag bei 13,90 Euro aus dem Handel ging. CEO Jeff Thompson begründet diese Dynamik mit einer robusten Nachfrage von Regierungs- und Militärkunden sowie der Fähigkeit, die Produktion für kritische Einsätze schnell hochzufahren.

Rückenwind durch US-Gesetzgebung

Ein wesentlicher Treiber für den Aufschwung ist die aktuelle US-Verteidigungspolitik. Neue gesetzliche Vorgaben schränken die Nutzung ausländischer Drohnenkomponenten stark ein, was heimischen Herstellern einen enormen strukturellen Vorteil verschafft. Red Cat profitiert direkt von dieser Abschottung und baut seine US-Produktionskapazitäten mit drei neuen Fabriken aus.

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Das Ziel ist klar definiert: Das Unternehmen will die eklatante Produktionslücke im Vergleich zu Ländern wie China und Russland schließen. Die Strategie greift offenbar auch international. Ein Verbündeter aus dem asiatisch-pazifischen Raum bestellte kürzlich das "Black Widow"-System, während das Pentagon Red Cat in sein Drohnen-Dominanz-Programm aufnahm. Zudem erweitert eine neue Partnerschaft mit Allen Control Systems das Portfolio um autonome Abwehrsysteme.

Analysten optimistisch, aber Bewertung ambitioniert

Die Expansion in die domänenübergreifende Verteidigung überzeugt auch die Wall Street. Mehrere Analysten haben ihre Einschätzungen im Vorfeld der Zahlen nach oben angepasst:

  • Ladenburg Thalmann: Kursziel 20 US-Dollar (Kaufen)
  • Northland Securities: Kursziel 22 US-Dollar
  • Aktueller Konsens: 19,33 US-Dollar (Moderate Buy)

Dennoch birgt die aktuelle Marktkapitalisierung Risiken. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 92 und einem negativen Gewinn pro Aktie ist das Papier überaus sportlich bewertet. Das Unternehmen verbrennt derzeit noch Geld, auch wenn die Liquidität laut Bilanzkennzahlen solide aufgestellt ist. Um die eigenen Langzeitziele von über 325 Millionen US-Dollar Umsatz bis 2029 zu erreichen, ist ein jährliches Wachstum von mehr als 250 Prozent nötig.

Am 18. März müssen die offiziellen Quartalszahlen nun belegen, dass die fundamentale Realität mit diesen ehrgeizigen Zielen Schritt hält. Neben den finalen Umsatzdaten werden Investoren besonders auf die Margenentwicklung und den konkreten Ausblick für das laufende Jahr achten, um die hohe Bewertung zu rechtfertigen.

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