Im vergangenen Jahr bemühten sich die Raiffeisen Bank International (RBI) und die Republik Österreich noch darum, ein Aktienpaket des Baukonzerns Strabag aus EU-Sanktionen herauszulösen. Die fraglichen Anteilsscheine gehören der sanktionierten Rasperia Holding, welche diese eigentlich als Ausgleich für eine 2,1 Milliarden Euro schwere Strafzahlung an die RBI hätte übertragen sollen.

Doch der Plan stieß auf überwältigende Gegenwehr. Kein einziger der anderen EU-Staaten unterstützte das Vorhaben, sodass es schnell zurückgezogen wurde. Die Raiffeisen Bank selbst startete zuletzt keine neuen Versuche, um wieder an ihr Geld zu kommen. Genau daran versucht sich nun aber ein privates Konsortium, welches angeführt wird vom britischen Lord Gregory Barker, dem schwedischen Fondsmanager Reynir Indahl und dem ehemaligen Unilever-Chef Paul Polman.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Raiffeisen Bank?

Eine Win-win-Situation?

Vorgesehen ist dabei, das Aktienpaket beim 20. Sanktionspaket gegen Russland aufzutauen und es sodann an das Konsortium zu übergeben. Jenes will sich dann um den Verkauf der Anteile kümmern und die Einnahmen zur Hälfte an die Ukraine überweisen. Gerechnet wird mit etwa einer Milliarde Euro. Die andere Hälfte soll nach einer Wartezeit von sieben Jahren an die RBI gehen. Das Konsortium handelt nicht aus reiner Nächstenliebe und will einen Teil des Geldes als Gebühr einbehalten.

Allerdings muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Mit den geplanten Überweisungen an die Ukraine dürfte man Sympathiepunkte bei einigen EU-Staaten sammeln. Es bleib aber noch viel Skepsis. Selbst die Raiffeisen Bank selbst steht dem Plan Medienberichten zufolge skeptisch gegenüber. Dort scheint nun der Aufsichtsrat von den Initiatoren des neuen Vorhabens bearbeitet zu werden.

Raiffeisen Bank: Abgeschrieben

Es lässt sich wohl nur abwarten, ob der neuerliche Vorstoß fruchten mag. Für die Raiffeisen Bank wäre aktuell wohl jede Lösung, bei der noch etwas für das eigene Unternehmen hängen bliebe, eine begrüßenswerte Lösung. Anleger tun aber weiterhin gut daran, das Thema beim Blick auf die Aktie auszuklammern. Glücklicherweise profitiert die Bank von einem sehr freundlichen Marktumfeld, was auch ohne Ausgleichszahlungen für gute Zahlen und einen ansehnlichen Aktienkurs sorgt.

Raiffeisen Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Raiffeisen Bank-Analyse vom 14. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Raiffeisen Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Raiffeisen Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Raiffeisen Bank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...