2025 war für QuantumScape ein stilles Wendejahr: Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte stellte der Feststoffbatterien-Entwickler tatsächlich Rechnungen an Kunden. Der Markt hat diesen Meilenstein zunächst kaum beachtet — gestern holte er das nach.

Vom Forschungsprojekt zum Rechnungssteller

Die Aktie legte gestern rund 5 % zu und näherte sich der 7-Dollar-Marke, während Anleger den Wert der erstmals erzielten Kundenumsätze neu bewerteten. Konkret: QuantumScape erzielte 2025 Kundenabrechnungen in Höhe von 19,5 Millionen US-Dollar — ein symbolisch wichtiger Schritt weg vom reinen Forschungsunternehmen.

Die Relation zu den Kosten bleibt allerdings ernüchternd. Einem Nettoverlust von 435 Millionen Dollar stehen jene 19,5 Millionen Dollar gegenüber. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen bereinigten EBITDA-Verlust zwischen 250 und 275 Millionen Dollar — ein Wert, der beim ersten Bekanntwerden mehrere Analystenprognosen übertraf und den Kurs belastete.

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Partnerschaften und Pilotlinie

Neben den ersten Einnahmen verweisen Befürworter auf das erweiterte Partnerschaftsnetz. Volkswagens Batterietochter PowerCo kann bis zu 131 Millionen Dollar an Entwicklungszahlungen leisten, zwei weitere globale Automobilhersteller sind hinzugekommen. Anfang Februar eröffnete QuantumScape zudem die sogenannte Eagle Line — eine Pilotfertigungsanlage, die laut CEO Siva Sivaram als „Blueprint für Skalierung, Kosten, Qualität und Taktzeit" dienen soll, den Kunden in ihre eigene Produktion übernehmen können.

Einen ersten öffentlichen Technologiebeweis lieferte das Unternehmen mit dem Ducati V21L-Elektromotorrad, das auf der IAA Mobility in München mit QuantumScape-Zellen vom Typ QSE-5 debütierte.

Analysten bleiben zurückhaltend

Die Stimmung unter Analysten spiegelt die Unsicherheit wider. Laut MarketBeat-Daten gibt es aktuell null Kaufempfehlungen, sechs Halteempfehlungen und drei Verkaufsempfehlungen. Das mittlere Kursziel liegt bei 8,98 Dollar, die Spanne reicht von 2,50 bis 16,00 Dollar — ein ungewöhnlich breites Spektrum, das die tief gespaltenen Erwartungen verdeutlicht.

Die entscheidende Variable bleibt die Felderprobung mit PowerCo. Analysten erwarten, dass QuantumScape seinen Umsatz von unter 1 Million Dollar im Jahr 2026 auf 48 Millionen in 2027 und schließlich 545 Millionen in 2028 steigert — sobald erste kommerzielle Lizenzen greifen. Ob dieser Pfad realistisch ist, werden die Testergebnisse mit Volkswagen zeigen, die das Unternehmen noch in diesem Jahr erwartet.

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