Puma Aktie: Heiße Übernahmegerüchte
Steht der fränkische Sportartikelhersteller vor dem Verkauf nach China? Während das Management unter CEO Arthur Hoeld einen harten Sanierungskurs fährt, treibt vor allem die Fantasie einer möglichen Übernahme den Aktienkurs. Marktteilnehmer wägen derzeit ab, ob ein lukratives Kaufangebot ins Haus steht oder der harte operative Umbau den einzigen Weg nach vorne darstellt.
- M&A-Fantasie: Chinesischer Sportgigant Anta Sports wird als Interessent gehandelt.
- Großaktionär: Familie Pinault (Kering) betrachtet Beteiligung als nicht strategisch.
- Sanierung: Stellenabbau und Fokus auf Kernsportarten prägen das "Übergangsjahr 2026".
China-Fantasie beflügelt
Im Handelsraum dominieren Spekulationen über ein konkretes Kaufinteresse von Anta Sports. Der chinesische Konzern, der bereits erfolgreich die Marke Amer Sports (u.a. Salomon) integrierte, könnte die aktuelle Schwächephase der Herzogenauracher für einen Einstieg nutzen. Befeuert wird dieses Szenario durch die Haltung des Großaktionärs Artémis (Familie Pinault). Deren Einstufung des Puma-Aktienpakets als "nicht strategisch" interpretieren Analysten als klare Einladung für potenzielle Bieter.
Diese Gemengelage sorgt für eine spürbare Erholung an der Börse. Vom 52-Wochen-Tief bei 15,48 Euro hat sich das Papier inzwischen um über 44 Prozent gelöst und notiert aktuell bei 22,40 Euro.
"Reset 2026": Die harte Realität
Unabhängig von potenziellen Übernahmen treibt CEO Arthur Hoeld die interne Restrukturierung voran. Das Jahr 2026 wurde offiziell zum Übergangsjahr deklariert, um die Profitabilität wiederherzustellen. Der Plan sieht vor, weltweit 900 Stellen in der Verwaltung zu streichen und das Sortiment konsequent auf die profitablen Kernbereiche Fußball, Running und Training auszurichten.
Um in dieser volatilen Phase handlungsfähig zu bleiben, sicherte sich das Unternehmen im Dezember frische Liquidität von über 600 Millionen Euro. Diese finanzielle Absicherung gibt dem Management den nötigen Spielraum, den Umbau auch ohne externen Rettungsanker durchzuziehen.
Technische Warnsignale
Die jüngste Aufwärtsbewegung hat das charttechnische Bild deutlich aufgehellt. Der Kurs liegt inzwischen wieder über dem 200-Tage-Durchschnitt von 20,86 Euro, was langfristig orientierte Anleger als positives Signal werten. Allerdings deutet der RSI (Relative Strength Index) von 73,2 auf eine kurzfristige Überhitzung hin. Ein solcher Wert im überkauften Bereich mahnt oft zur Vorsicht vor schnellen Gewinnmitnahmen, falls sich die Gerüchte nicht zeitnah konkretisieren.
Das Szenario für die kommenden Wochen ist binär: Investoren wetten entweder auf einen schnellen "Exit" durch ein Übernahmeangebot mit entsprechendem Aufschlag oder darauf, dass die operative Sanierung schneller als erwartet Früchte trägt. Ohne eine Bestätigung der Übernahmegespräche dürfte der Fokus bald wieder auf die harten Fakten der Quartalszahlen und die Umsetzung des Stellenabbaus rücken.
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