Die Hoffnung auf eine schnelle Lösung war groß. Anfang Januar trieb ein Reuters-Bericht die Puma Aktie um fast 9 Prozent nach oben: Der chinesische Sportartikelkonzern Anta Sports hatte angeblich ein Angebot für den 29-Prozent-Anteil der Pinault-Familie vorgelegt. Doch jetzt zeigt sich: Die Preisvorstellungen liegen Welten auseinander. Die Verhandlungen stocken, die Aktie ist wieder auf dem Rückzug.

Die wichtigsten Fakten:

  • Artémis (Pinault-Holding) fordert mindestens 40 Euro je Aktie
  • Anta Sports bietet deutlich weniger – fast die Hälfte der Mindestforderung
  • Aktie hat seit Zwischenhoch Anfang Januar über 10 Prozent verloren
  • Marktkapitalisierung aktuell bei 3,3 Milliarden Euro

Bewertungslücke stoppt Verkauf

François-Henri Pinault, Chairman von Kering und Artémis, hatte den Puma-Anteil bereits im September 2025 als "nicht-strategisch" eingestuft. Verkaufen will er dennoch nicht zum Schnäppchenpreis. Die geforderten 40 Euro je Aktie bedeuten nahezu eine Verdopplung des aktuellen Kursniveaus von rund 22 Euro. Anta Sports zeigt sich nicht bereit, diesen Aufschlag zu zahlen. Nach Reuters-Informationen sind die Gespräche ins Stocken geraten.

Das Zwischenhoch vom 8. Januar bei 24,91 Euro ist damit erst einmal Geschichte. Die Aktie bewegt sich weiter in der Seitwärtsrange der vergangenen zehn Monate – ohne klare Richtung, ohne überzeugende operative Impulse.

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Operative Baustellen bleiben ungeklärt

Die UBS sieht den fairen Wert bei lediglich 19,60 Euro und rechnet für 2026 mit rückläufigen Umsätzen sowie erneuten Verlusten. CEO Arthur Hoeld hatte im Oktober eine Turnaround-Strategie präsentiert, doch die Kernprobleme wiegen schwer: fehlende Markenwärme, überhöhte Lagerbestände, zu breites Produktportfolio. Auch Sneaker-Releases wie der Speedcat konnten die erhoffte Resonanz nicht erzeugen.

Im Dezember 2025 sicherte sich Puma einen Brückenkredit über 500 Millionen Euro plus zusätzliche Kreditlinien von 108 Millionen Euro zur Refinanzierung bestehender Fazilitäten. Die finanzielle Anspannung ist spürbar.

Neue Marketing-Chefin soll Brand Heat bringen

Zum 1. Januar 2026 holte Puma Nadia Kokni als Vice President Global Brand Marketing an Bord. Die ehemalige Hugo Boss-Managerin berichtet direkt an Chief Brand Officer Maria Valdes und soll die Markenpositionierung schärfen. Ob personelle Verstärkung allein ausreicht, um die strategischen Defizite zu beheben, bleibt abzuwarten.

Das durchschnittliche Analystenurteil liegt bei 23,78 Euro – nur knapp über dem aktuellen Niveau. Die Spanne reicht von 16 bis 40 Euro. Fünf Analysten empfehlen den Kauf, keiner den Verkauf. Am 26. Februar 2026 folgen die Quartalszahlen – bis dahin dürfte die Aktie zwischen Übernahmefantasie und operativer Realität schwanken.

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