Procter & Gamble steht vor einer Zäsur: Zum Jahreswechsel übernimmt Shailesh Jejurikar die Konzernspitze des Konsumgüterriesen – mitten in einer Phase relativer Schwäche. Während der neue CEO die Geschäfte übernimmt, ziehen sich institutionelle Investoren zurück. Die Aktie notiert rund 14 Prozent unter ihrem jüngsten Hoch.

Stabübergabe unter schwierigen Vorzeichen

Mit Wirkung zum 1. Januar 2026 hat Jejurikar das Ruder von Jon Moeller übernommen, der nun als Executive Chairman fungiert. Die Erwartungen sind hoch: Der neue CEO muss Effizienzprogramme vorantreiben und gleichzeitig die Jahresprognose für 2026 erfüllen, die einen Gewinn je Aktie zwischen 6,83 und 7,10 US-Dollar vorsieht.

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Das Timing ist herausfordernd. Während defensive Werte wie Walmart zuletzt gut liefen, blieb Procter & Gamble zurück. Analysten von Jefferies halten zwar an ihrer Kaufempfehlung fest, doch die Marktstimmung bleibt verhalten.

Institutionelle Anleger verkaufen

Besonders auffällig: Der Vermögensverwalter Ninety One North America hat seine Position im vergangenen Quartal um 25 Prozent reduziert. Die verkauften 8.963 Aktien entsprechen einem Gegenwert von rund 4,14 Millionen US-Dollar. Solche Bewegungen deuten auf Skepsis bezüglich der kurzfristigen Kursentwicklung hin.

Technisch kämpft die Aktie derzeit mit dem 50-Tage-Durchschnitt – einem wichtigen Indikator für die kurzfristige Trendrichtung. Die Unterstützung im Bereich von 143 bis 144 US-Dollar muss halten, um weiteren Abwärtsdruck zu vermeiden.

Die wichtigsten Fakten

  • Führungswechsel: Jejurikar übernimmt ab 1. Januar 2026
  • Institutionelles Verkaufsvolumen: Ninety One reduziert um 25%
  • Bewertung: Etwa 21-faches Gewinnmultiple
  • Quartalszahlen: 22. Januar 2026
  • Relative Schwäche: 14% unter Jahreshoch

Quartalszahlen als Lackmustest

Am 22. Januar folgt der erste echte Gradmesser unter Jejurikars Führung: die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal. Investoren erwarten vor allem Klarheit zu zwei Punkten – den Auswirkungen gestiegener Rohstoffkosten und belastenden Währungseffekten.

Die Bewertung erscheint auf den ersten Blick moderat: Während Costco mit dem 46-fachen und Walmart mit dem 39-fachen Gewinn gehandelt werden, liegt Procter & Gamble bei etwa 21. Das niedrigere Multiple reflektiert jedoch die Zweifel des Marktes am Wachstumstempo im Vergleich zu den Handelspartnern.

Ausblick bleibt stabil

Fundamental hält die Unternehmensführung an ihrer Prognose fest: Organisches Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent für das Geschäftsjahr 2026. Parallel plant der Konzern, 10 Milliarden US-Dollar als Dividenden auszuschütten und weitere 5 Milliarden für Aktienrückkäufe einzusetzen.

Die entscheidende Frage lautet nun: Kann Jejurikar mit den Januar-Zahlen Vertrauen zurückgewinnen? Erst dann dürfte die Aktie wieder nachhaltig über ihre kurzfristigen Durchschnittswerte steigen.

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