Procter & Gamble Aktie: Bröckelt die Substanz?
Der weltgrößte Konsumgüterhersteller kämpft mit Gegenwind. Während der breite Markt zulegt, verliert Procter & Gamble an Boden – und das vor einem entscheidenden Quartalsbericht. Die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal 2026 am 22. Januar dürften zeigen, ob der Konzern seine Probleme in den Griff bekommt.
Kurs hinkt dem Markt hinterher
Die Aktie schloss zuletzt bei 141,79 USD und büßte im vergangenen Monat 1,41 Prozent ein. Zum Vergleich: Der S&P 500 legte im selben Zeitraum 0,54 Prozent zu. Über zwölf Monate summiert sich das Minus auf rund 15 Prozent – während der breite Markt um etwa 15 Prozent stieg. Diese Spreizung reflektiert branchenspezifische Herausforderungen: Zölle belasten die Margen, Konsumenten greifen verstärkt zu günstigeren Handelsmarken, und der Wettbewerb in den USA und Europa verschärft sich.
Mit einem Forward-KGV von 20,5 liegt Procter & Gamble knapp unter dem Branchenschnitt von 20,52. Das KGV-zu-Wachstum-Verhältnis (PEG) von 4,83 liegt allerdings deutlich über dem Durchschnitt von 2,61 – ein Signal, dass Anleger für das erwartete Wachstum verhältnismäßig viel zahlen.
Was Analysten erwarten
Für das am 22. Januar anstehende Quartalsergebnis rechnen Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 1,87 USD – das wäre ein Rückgang von 0,53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Umsatz wird ein Plus von 1,89 Prozent auf 22,3 Milliarden USD erwartet. Für das Gesamtjahr stehen 6,99 USD Gewinn je Aktie (plus 2,34 Prozent) und 86,87 Milliarden USD Umsatz (plus 3,07 Prozent) in den Prognosen.
Die Konsensprognose für den Gewinn je Aktie wurde im vergangenen Monat um 0,28 Prozent nach unten revidiert. Das deutet auf vorsichtige Einschätzungen hin. Die Aktie erhält aktuell ein Zacks-Rating von 3 (Hold), die Branche rangiert auf Platz 216 von über 250 Sektoren.
Solide Basis, aber begrenzte Dynamik
Im ersten Geschäftsquartal 2026 (berichtet im Oktober) wuchs der organische Umsatz um 2 Prozent, der Nettoerlös um 3 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 3 Prozent zu. Acht von zehn Produktkategorien und sechs von sieben Regionen trugen zu diesem Wachstum bei. Der freie Cashflow erreichte eine Quote von 102 Prozent.
Das Management betont die Strategie, durch Produktüberlegenheit, bessere Verpackungen und gezielte Markenkommunikation den Mehrwert für Verbraucher zu steigern. Investitionen in Innovation und Marketing sollen helfen, das Kategorienwachstum anzukurbeln. Procter & Gamble hat 40 Quartale in Folge organisches Umsatzwachstum erzielt und steuert auf das zehnte Jahr in Folge mit steigendem Kerngewinn je Aktie zu.
Die Marktkapitalisierung beträgt rund 335 Milliarden USD. Mit einer Quartalsdividende von 1,06 USD je Aktie liegt die Dividendenrendite bei etwa 2,9 Prozent. Die Zahlen am 22. Januar werden zeigen, ob der Konzern die Erwartungen bestätigt oder die verhaltene Stimmung der Analysten gerechtfertigt ist.
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