Procter & Gamble Aktie: Führungswechsel vollzogen
Procter & Gamble startet mit einer signifikanten Veränderung in das Jahr 2026: Seit dem 1. Januar steht mit Shailesh Jejurikar ein neuer Mann an der Spitze des Konsumgüterriesen. Der Führungswechsel erfolgt in einer komplexen Marktphase, die von drohenden Zöllen und Anpassungen in institutionellen Portfolios geprägt ist. Während Konkurrenten teils deutlich höher bewertet sind, muss der Konzern nun beweisen, wie er die Balance zwischen Preiserhöhungen und Absatzsicherung unter neuer Leitung meistert.
Neue Ära in schwierigem Umfeld
Der langjährige COO Shailesh Jejurikar hat den bisherigen CEO Jon Moeller abgelöst, der nun als Executive Chairman fungiert. Diese bereits Mitte 2025 angekündigte Personalie rückt jetzt in den Fokus, da makroökonomische Gegenwinde zunehmen. Wells Fargo warnt konkret vor spürbaren Preiserhöhungen im Konsumgütersektor für Anfang 2026, getrieben durch steigende Zölle auf Haushaltswaren.
Für P&G bedeutet dies eine strategische Herausforderung: Das Unternehmen muss entscheiden, inwieweit steigende Kosten an die Verbraucher weitergegeben werden können, ohne die Verkaufszahlen zu gefährden. Dass P&G operativ widerstandsfähig ist, zeigten die jüngsten Quartalszahlen. Mit einem Umsatz von 22,39 Milliarden US-Dollar wurden die Erwartungen übertroffen, und die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2026 von 6,83 bis 7,10 US-Dollar je Aktie wurde bestätigt.
Bewertung lockt, Institutionen zögern
Trotz der soliden Zahlen gab es zuletzt Bewegungen auf der Verkäuferseite. Ninety One North America reduzierte die Position im dritten Quartal um rund 25 Prozent. Dieser Skepsis einiger Großanleger steht jedoch eine im Branchenvergleich attraktive Bewertung gegenüber.
Während Wettbewerber wie Walmart oder Costco mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 36 beziehungsweise 46 gehandelt werden, liegt P&G aktuell bei einem KGV von etwa 21. Diese Diskrepanz spiegelt sich auch in der Kursentwicklung wider: Auf Sicht von zwölf Monaten verlor das Papier über 11 Prozent an Wert und hinkte dem breiten Markt hinterher. Analysten stufen die Aktie derzeit mehrheitlich als „Moderate Buy“ ein und sehen in der niedrigen Bewertung potenziell defensiven Wert.
Blick nach vorn
Der Fokus der Marktteilnehmer liegt nun darauf, wie Shailesh Jejurikar die angekündigten Tarif-Belastungen im ersten Quartal 2026 abfedern kann. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten von 171,38 US-Dollar signalisiert dabei ein theoretisches Aufwärtspotenzial von rund 19 Prozent vom aktuellen Niveau. Anleger werden genau beobachten, ob die günstige Bewertung im Vergleich zur Konkurrenz als Kaufgelegenheit oder als Warnsignal für strukturelle Wachstumsschwächen zu interpretieren ist.
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