Porsche AG Aktie: Wachsende Fragezeichen?
Die Porsche-Aktie erlebt die schwärzeste Handelswoche seit dem Börsengang im September 2022. Ein zweistelliger Absatzeinbruch, massive Analysten-Herabstufungen und ein düsterer CFO-Ausblick treiben den Kurs auf ein neues Allzeittief. Die Frage ist nicht mehr, ob die psychologisch wichtige 40-Euro-Marke fällt – sondern wann.
Die Fakten im Überblick:
- Wochenverlust: Rund 10%, Schlusskurs am Freitag bei 42,40 Euro
- Absatzrückgang 2025: -10% gegenüber Vorjahr – stärkster Einbruch seit der Finanzkrise 2009
- Hauptproblem: China-Geschäft bricht um 20% ein
- Barclays-Herabstufung: Von „Equalweight" auf „Underweight", Kursziel 40 Euro
- Seit IPO: -49% vom Ausgabepreis von 82,50 Euro
China-Debakel und Produktlücke belasten
Der historische Absatzrückgang von 10% im Gesamtjahr 2025 hat seinen Ursprung vor allem in China. Der ehemals wichtigste Wachstumsmarkt entwickelte sich zum strukturellen Gegenwind. Die Nachfrage nach Premium-Fahrzeugen brach dort um rund 20% ein.
Zusätzlich belasteten neue EU-Cybersicherheitsvorschriften die Auslieferungen bestimmter Modelle. Doch das strukturelle Problem liegt tiefer: Nach dem Auslaufen der Verbrenner-Versionen von Macan und 718 befindet sich Porsche in einem Volumenvakuum. Die nächsten volumenstarken Modelle sind erst für 2027 oder 2028 geplant.
Analysten drehen pessimistisch
Barclays verschärfte am 10. Januar den Verkaufsdruck. Die Herabstufung auf „Underweight" mit einem Kursziel von 40 Euro begründeten die Analysten mit fundamentaler Überbewertung. Ein KGV von über 20x für 2026 erscheint angesichts der Produktlücke und schrumpfenden Margen nicht gerechtfertigt.
HSBC und Bernstein/SocGen bestätigten ihre neutralen Einschätzungen mit Kurszielen von 50 Euro. Der Analystenkonsensus zeigt ein gespaltenes Bild: Von 31 Analysten raten 12 zum Kauf, 11 zum Halten und 8 zum Verkauf.
CFO senkt Erwartungen weiter
CFO Jochen Breckner dämpfte während eines Investment-Seminars in New York die Hoffnungen zusätzlich. Sein Ausblick fiel „noch konservativer" aus als zuvor kommuniziert. Analysten von Oddo BHF charakterisierten die aktuelle Phase als „große Restrukturierung" mit erheblichen Auswirkungen auf die Profitabilität.
Die ursprüngliche mittelfristige Margenziel-Spanne von 17-19% erscheint zunehmend unrealistisch. Für 2026 erwarten Analysten nun Margen zwischen 10-15%. Die hohen Flexibilitätskosten durch parallele Produktion von Verbrenner- und Elektrofahrzeugen belasten zusätzlich.
Neuer CEO vor Mammutaufgabe
Seit 1. Januar 2026 führt Dr. Michael Leiters als neuer CEO die Geschäfte. Der ehemalige Ferrari- und McLaren-Manager übernahm von Dr. Oliver Blume, der sich nun vollständig auf Volkswagen konzentriert. Leiters steht vor der Aufgabe, die Elektrifizierungsstrategie neu auszurichten und das China-Geschäft zu stabilisieren.
Blume hatte bei seinem Abschied eingeräumt, dass Porsche „das Tempo der EV-Adoption in China falsch eingeschätzt" habe. Die Entscheidung, den Bestseller Macan ausschließlich als Elektroversion anzubieten, kostete Marktanteile an Wettbewerber mit flexibleren Antriebsoptionen.
Pre-Close Call als möglicher Wendepunkt
Alle Augen richten sich nun auf den Pre-Close Call für das Geschäftsjahr 2025. Investoren erwarten konkrete Details zur Guidance 2026 und mögliche Aussagen zur Margenentwicklung. Die vollständigen Jahreszahlen folgen am 11. März 2026. Bei einem Unterschreiten der 40-Euro-Marke würde die Aktie ein neues Allzeittief markieren – das durchschnittliche Analystenκursziel von 43,92 Euro liegt nur noch knapp darüber.
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