Michael Leiters steht seit dem 1. Januar an der Spitze der Porsche AG. Der 55-Jährige löst Oliver Blume ab, der sich künftig ganz auf den Volkswagen-Konzern konzentriert. Die Aktie startet mit einem Plus von über drei Prozent ins Jahr 2026, während JPMorgan die Kaufempfehlung bekräftigt.

Die wichtigsten Fakten:
- Michael Leiters übernimmt CEO-Position von Oliver Blume
- JPMorgan bestätigt "Overweight" mit Kursziel 58 Euro
- Porsche erwartet für 2025 operative Marge von nur leicht positiv bis 2%
- Aktie notiert 25% unter dem Jahreshoch

Ein alter Bekannter kehrt zurück

Leiters ist kein Unbekannter für Porsche. Über 13 Jahre arbeitete er bereits für den Stuttgarter Sportwagenbauer, zuletzt verantwortlich für die SUV-Modelle Macan und Cayenne. Nach einem Abstecher zu Ferrari als Technikchef und zuletzt als CEO bei McLaren kehrt er nun zurück. Diese Kombination aus Porsche-Vergangenheit und Erfahrung bei anderen Premium-Herstellern dürfte der Grund gewesen sein, warum der Aufsichtsrat auf ihn setzte.

Schwieriges Erbe

Die Ausgangslage ist herausfordernd. Blume hinterlässt zwar Rekordjahre und den erfolgreichen Börsengang 2022, aber auch eine drastisch gesunkene Profitabilitätsprognose. Die operative Marge soll 2025 bestenfalls zwei Prozent erreichen – ein drastischer Rückgang gegenüber den ursprünglich avisierten 15 bis 17 Prozent. Außerordentliche Belastungen von 3,1 Milliarden Euro drücken zusätzlich.

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Besonders die Märkte USA und China bereiten Sorgen. Porsche reagierte im September mit einer Neuausrichtung der Produktstrategie und setzt nun auf maximale Flexibilität bei den Antriebsarten – ein Zugeständnis an die schwächelnde E-Mobilität.

Analysten bleiben gespalten

JPMorgan sieht trotz aller Herausforderungen Potenzial. Das Kursziel von 58 Euro liegt deutlich über dem aktuellen Niveau. Der breite Analystenkonsens ist allerdings zurückhaltender: Bei durchschnittlich 45,86 Euro liegt die Mehrheitsmeinung knapp unter dem aktuellen Kurs.

Für 2026 erwarten Analysten eine deutliche Erholung mit einem Gewinn je Aktie von 2,39 Euro – nach geschätzten 0,51 Euro für 2025. Diese Prognose steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass Leiters die strategische Neuausrichtung erfolgreich umsetzt.

Was jetzt kommt

Am 20. Januar folgt der Pre-Close Call zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Spätestens dann wird Leiters seine Pläne konkretisieren müssen. Der vollständige Jahresbericht erscheint am 11. März. Anleger dürften vor allem auf Aussagen zur Margenentwicklung und zur China-Strategie achten.

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