Zum Start des Handelsjahres 2026 rückt Plug Power wieder in den Fokus der Anleger. Während das Unternehmen operativ und juristisch an mehreren Fronten kämpft, sorgt eine frische Analyse von Clear Street für neue Hoffnung. Das Investmenthaus sieht trotz der jüngsten Turbulenzen eine klare Kaufchance, doch am Horizont zieht bereits die nächste Bewährungsprobe für die Aktionäre auf: Eine Abstimmung über massive Kapitalmaßnahmen steht unmittelbar bevor.

Analysten sehen Weg zur Profitabilität

Der wesentliche Treiber für die aktuelle Aufmerksamkeit ist ein Upgrade durch Clear Street vom 1. Januar 2026. Die Analysten hoben ihre Einstufung von "Hold" auf "Strong Buy" an. Zwar senkte das Haus gleichzeitig das Kursziel von 3,50 auf 3,00 US-Dollar, doch angesichts des Schlusskurses vom Donnerstag bei 1,97 US-Dollar impliziert dies weiterhin ein erhebliches Aufwärtspotenzial von rund 50 Prozent.

Analyst Tim Moore begründet diesen Optimismus mit einem nun deutlicheren "Pfad zur Profitabilität". Im Kern der positiven Einschätzung stehen prognostizierte jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von rund 200 Millionen US-Dollar. Zudem erwartet Clear Street ab dem zweiten Quartal 2026 eine Rückkehr zum Wachstum der Bruttomarge. Diese Perspektive verleiht dem Titel, der aktuell rund 44 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch notiert, kurzfristigen Rückenwind.

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Entscheidungstermin Ende Januar

Trotz der positiven Analystenstimme bleibt die Lage für Investoren angespannt. Am 29. Januar 2026 steht eine außerordentliche Hauptversammlung an, die die Weichen für die finanzielle Zukunft des Wasserstoff-Spezialisten stellt. Die Agenda wird von einem Vorschlag dominiert, die Anzahl der genehmigten Aktien von 1,5 Milliarden auf 3,0 Milliarden zu verdoppeln.

Dieser Schritt ist eng mit dem Kapitalbedarf und jüngsten Finanzierungsaktivitäten verknüpft, darunter die Ausgabe von Wandelanleihen. Das Management hat bereits signalisiert, dass bei einer Ablehnung dieser Erhöhung ein Reverse Stock Split (Aktienzusammenlegung) notwendig werden könnte. Für Anleger bedeutet dies eine Gratwanderung: Einerseits locken die in Aussicht gestellten Kostensenkungen, andererseits droht durch die Erhöhung der Aktienanzahl eine erhebliche Verwässerung der bestehenden Anteile.

Operative Fortschritte und rechtliche Hürden

Abseits der Finanzierungsfragen liefert Plug Power gemischte Signale aus dem operativen Geschäft. Positiv zu vermerken sind der Start eines Vertrags über flüssigen Wasserstoff mit der NASA sowie die erfolgreiche Installation eines 5MW-Elektrolyseurs in Namibia. Diese Projekte unterstreichen, dass das Kerngeschäft weiterläuft.

Gleichzeitig belasten juristische Unsicherheiten die Stimmung. Die Kanzlei Pomerantz hat eine Untersuchung wegen möglichen Wertpapierbetrugs eingeleitet. Hintergrund sind Berichte über die Aussetzung von Plänen für Wasserstoff-Produktionsanlagen, die angeblich eine staatliche Kreditgarantie gefährdet haben sollen. Der weitere Kursverlauf dürfte bis zum Stichtag am 29. Januar maßgeblich von der Balance zwischen diesen Risiken und der Hoffnung auf operative Effizienzsteigerungen bestimmt werden.

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