Plug Power setzt kurz vor einer wichtigen Abstimmung auf direkte Ansprache der Privatanleger: CEO Andy Marsh stellt sich übermorgen in einem Reddit-„Ask Me Anything“ (AMA) den Fragen der Aktionäre. Eine Woche später entscheidet eine außerordentliche Hauptversammlung über die Ausweitung des genehmigten Aktienkapitals – mit möglichen Folgen bis hin zu einem Reverse Stock Split. An der Börse pendelt die Aktie heute um 2,30 US‑Dollar, während der Markt diese Szenarien einpreist.

AMA als Vorbereitung auf Sonderversammlung

Das AMA ist für Donnerstag, den 22. Januar, von 14:00 bis 15:00 Uhr US-Ostküstenzeit auf dem Subreddit r/plugpowerstock geplant. Marsh will dort insbesondere zwei Abstimmungspunkte erläutern:

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  • Anpassung der Abstimmungsregeln („voting standards“)
  • Erhöhung der Anzahl genehmigter Stammaktien

Der Vorstoß zur Ausweitung des genehmigten Kapitals gilt intern als entscheidend. Bereits auf der Hauptversammlung 2025 erzielte ein ähnlicher Antrag rund 84 % Zustimmung der abgegebenen Stimmen. Gescheitert ist er dennoch an der aktuellen Satzung, die eine Mehrheit aller ausstehenden Aktien verlangt – ein hoher Anspruch bei einem breit gestreuten, überwiegend passiven Privatanlegerkreis.

Druck durch mögliche Kapitalmaßnahmen

Das Management hat die Konsequenzen eines erneuten Scheiterns klar skizziert: Wird der Antrag am 29. Januar nicht angenommen, dürfte der Verwaltungsrat mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Reverse Stock Split einleiten. Dieses „Plan B“-Szenario soll die Handlungsfähigkeit und Börsenkonformität sichern, wird von vielen Aktionären aber kritisch gesehen, weil Reverse Splits häufig mit schwachen Kursentwicklungen verbunden sind.

Die geplante AMA fungiert zugleich als Brücke in einer Phase des Führungswechsels. Marsh soll im März in die Rolle des Executive Chairman wechseln. Neuer CEO wird dann Jose Luis Crespo, bislang Chief Revenue Officer und General Manager Applications.

Rolle der Privatanleger und Finanzdruck

Der Reddit-Auftritt unterstreicht die Bedeutung der Privatanlegerbasis für Plug Power. Ein großer Teil des Free Floats liegt bei Kleinanlegern, deren Enthaltung faktisch wie eine Gegenstimme wirkt, solange die aktuelle Regel einer absoluten Mehrheit gilt. Durch die persönliche Erklärung der Anträge versucht Marsh, die bislang zögerliche Teilnahme an Abstimmungen zu erhöhen.

Operativ und finanziell bleibt das Unternehmen gefordert, den Aufbau seines integrierten grünen Wasserstoff-Ökosystems zu finanzieren. Jüngst stufte TD Cowen die Aktie am 9. Januar von „Buy“ auf „Hold“ ab und senkte das Kursziel auf 2,00 US‑Dollar. Begründet wurde dies mit einem „herausfordernden Umfeld“ für die Wasserstoffbranche insgesamt.

Hinzu kommt die Platzierung von 375 Mio. US‑Dollar an wandelbaren Anleihen Ende 2025, die Sorgen vor weiterer Verwässerung schürte. Vor diesem Hintergrund ist die Ausweitung des genehmigten Aktienkapitals für Plug Power ein zentrales Instrument, um künftige Kapitalmaßnahmen zu ermöglichen – ohne sofort den Weg über einen Reverse Split gehen zu müssen.

Wichtige Termine und Ausblick

Kurzfristig rücken zwei Daten in den Mittelpunkt:

  • 22. Januar: Reddit-AMA mit Andy Marsh – potenzieller Stimmungsindikator für die Privatanlegerbasis.
  • 29. Januar: Außerordentliche Hauptversammlung – Entscheidung über neue Abstimmungsregeln und zusätzlich genehmigte Aktien.

Ein positives Votum würde Plug Power mehr Spielraum für künftige Kapitalaufnahmen und die Bedienung von Verbindlichkeiten verschaffen. Scheitert der Antrag, dürfte ein Reverse Stock Split zeitnah auf der Agenda stehen und die Aktie kurzfristig anfällig für deutliche Schwankungen machen. Im Anschluss werden Marktteilnehmer zudem genau beobachten, wie der neue CEO Jose Luis Crespo ab März die operative Umsetzung und den Weg in Richtung positiver EBITDA-Zahlen priorisiert.

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