Pernod Ricard Aktie: Absage an Indien-Börsengang
Pernod Ricard setzt ein klares Statement zur Zukunft seines wichtigsten Volumenmarktes: Ein Börsengang der indischen Tochtergesellschaft ist vom Tisch. Während das globale Geschäft mit deutlichen Einbrüchen in den USA und China kämpft, soll Indien der zentrale Wachstumstreiber bleiben, um die ehrgeizigen Ziele beim Schuldenabbau zu erreichen.
Fokus auf Schuldenabbau
Das Management schloss ein Initial Public Offering (IPO) in Indien explizit aus. Stattdessen setzt der Konzern auf interne Cash-Generierung, um die Verschuldung zu senken. Das Ziel: Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA soll von aktuell 3,8x bis zum Geschäftsjahr 2029 auf unter 3x sinken. Indien steuert rund 12 bis 13 Prozent zum weltweiten Umsatz bei und ist wertmäßig bereits der zweitgrößte Markt des Unternehmens.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026, das im Dezember endete, legte der Umsatz in Indien um 4 Prozent zu. Bereinigt um die Marke „Imperial Blue“ betrug das Wachstum sogar 8 Prozent. Wird die Dynamik in Indien ausreichen, um die massiven Einbrüche in anderen Regionen abzufangen? Das Management erwartet für die zweite Jahreshälfte zumindest eine weitere Beschleunigung durch die steigende Nachfrage nach internationalen Premium-Marken, was lokale steuerliche Belastungen ausgleichen soll.
Globale Herausforderungen belasten
Der Erfolg in Indien steht im krassen Gegensatz zur restlichen Welt. Pernod Ricard stuft das Geschäftsjahr 2026 als Übergangsjahr ein. Im ersten Halbjahr sank der organische Gesamtumsatz um 5,9 Prozent auf 5,253 Milliarden Euro. Besonders drastisch waren die Rückgänge in China mit einem Minus von 28 Prozent und in den USA mit einem Minus von 15 Prozent. Auch der europäische Markt schrumpfte leicht um 3 Prozent.
Trotz des schwierigen Umfelds stieg der Free Cashflow um 9,5 Prozent auf 482 Millionen Euro. Dies resultierte vor allem aus einer Senkung der Strukturkosten um 10 Prozent. Das organische operative Ergebnis (PRO) ging hingegen um 7,5 Prozent auf 1,614 Milliarden Euro zurück. Die operative Marge verringerte sich damit um 55 Basispunkte auf 30,7 Prozent.
Pernod Ricard hält trotz der aktuellen Gegenwinde an seinem mittelfristigen Ziel fest: Der Konzern strebt weiterhin ein jährliches organisches Umsatzwachstum zwischen 3 und 6 Prozent an. Die strikte Kostendisziplin und die Konzentration auf den indischen Markt bilden dabei die Basis für die angestrebte Bilanzstärkung bis zum Jahr 2029.
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