Der britische Leitindex zeigt sich zu Wochenbeginn leicht im Minus, nachdem neue Zollvorschläge aus Washington die Märkte verunsichern. Während Rohstoffwerte als "sicherer Hafen" gesucht sind, drücken Energie- und Verteidigungstitel auf die Stimmung. Anleger fragen sich nun, ob der jüngste Rekordlauf damit vorerst beendet ist.

JD Sports und Minenwerte trotzen dem Trend

Nach dem Rekordhoch der vergangenen Woche startete der FTSE 100 mit einem Abschlag in den Handel. Auslöser war die Nachricht über eine geplante globale Einheitszollrate von 15 Prozent durch die US-Regierung. Diese Unsicherheit drückte den Index am Vormittag auf ein Tagestief von 10.662 Punkten. Das Handelsvolumen blieb mit rund 88,4 Millionen Aktien etwa 15 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten 30 Tage.

An der Spitze des Index kletterte die Aktie von JD Sports Fashion um 5,58 Prozent, getrieben durch die Ankündigung eines neuen Aktienrückkaufprogramms im Volumen von 200 Millionen Pfund. Auch der Rohstoffsektor stützte den Index: Fresnillo (+4,67 %) und Endeavour Mining (+4,08 %) profitierten von steigenden Edelmetallpreisen, da Investoren verstärkt Sicherheit in Gold und Silber suchten.

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Im Gegensatz dazu gerieten Energiewerte unter Druck. BP verlor 2,38 Prozent, nachdem der Preis für Rohöl der Sorte Brent aufgrund nachlassender Spannungen im Nahen Osten auf rund 70,84 US-Dollar sank. Auch Rolls-Royce (-1,46 %) verzeichnete Gewinnmitnahmen, nachdem das Papier in der Vorwoche noch neue Rekordstände markiert hatte.

Konsolidierung auf hohem Niveau

Trotz des aktuellen Rücksetzers bleibt das langfristige Chartbild positiv. Der Index notiert weiterhin deutlich über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 10.591 Punkten. Ein stützender Faktor ist zudem die Schwäche des US-Dollars, die das britische Pfund auf 1,3503 USD steigen ließ. Parallel dazu sank die Rendite der zehnjährigen britischen Staatsanleihen auf ein Monatstief von 4,35 Prozent, was die Flucht institutioneller Anleger in Qualitätstitel widerspiegelt.

Technisch gesehen befindet sich der Markt in einer gesunden Konsolidierungsphase. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 58,7 Punkten, was darauf hindeutet, dass der Markt auf Tagesbasis weder überkauft noch überverkauft ist. Dennoch signalisieren wöchentliche Indikatoren nahe der 80er-Marke eine gewisse Erschöpfung des Aufwärtstrends.

Für den weiteren Handelsverlauf kommt es auf die Unterstützung bei 10.640 Punkten an. Kann der Index dieses Niveau verteidigen, rückt die Marke von 10.700 Punkten schnell wieder ins Visier. Ein Durchbrechen dieser Zone nach unten könnte hingegen einen Test des Februar-Aufwärtstrends bei 10.583 Punkten auslösen.

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