Ein Umsatzsprung von 20 Prozent und ein Rekord-Fundraising von 30 Milliarden US-Dollar lesen sich eigentlich wie das Drehbuch für eine Kursrally. Bei Partners Group führte die Präsentation der Jahreszahlen jedoch zu einem massiven Ausverkauf. Neben einem gedämpften Ausblick sorgen geopolitische Spannungen und wachsende Sorgen um das Software-Portfolio für erhebliche Unruhe unter den Anlegern.

Operativer Glanz trifft auf harten Realitätscheck

Operativ lieferte der Vermögensverwalter im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 stark ab. Der Reingewinn kletterte um 12 Prozent auf 1,26 Milliarden Schweizer Franken, maßgeblich angetrieben durch einen Sprung bei den erfolgsabhängigen Gebühren. Auch der vier Milliarden US-Dollar schwere Verkauf des Rechenzentrumsbetreibers atNorth an ein Konsortium um Equinix unterstreicht die Deal-Fähigkeit des Unternehmens. Dennoch strafte der Markt das Papier ab. Die Aktie rutschte am Freitag exakt auf ihr neues 52-Wochen-Tief von 893,00 Euro, was einem Verlust von über 18 Prozent seit Jahresbeginn entspricht.

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KI-Sorgen und ein verhaltener Ausblick

Verantwortlich für die Flucht der Investoren ist eine Mischung aus branchenspezifischen Ängsten und eigenen Prognosen. Für das Jahr 2026 erwartet das Management die lukrativen Performance-Gebühren lediglich am unteren Ende der anvisierten Zielspanne. Gleichzeitig leidet der gesamte Private-Markets-Sektor unter der Sorge, dass Investitionen im Software-as-a-Service-Bereich durch den rasanten Aufstieg der Künstlichen Intelligenz entwertet werden könnten. CEO David Layton bemühte sich auf einem Investorentag in London, diese Bedenken als übertrieben darzustellen und verwies auf das stark begrenzte Risiko im eigenen Portfolio.

Geopolitik zwingt zu Planänderungen

Abseits der Bilanz zwingt die globale Sicherheitslage das Management zum Handeln. Aufgrund der jüngsten iranischen Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate verlegte Partners Group sein für Mitte April geplantes globales Investorentreffen kurzfristig von Abu Dhabi in die Schweiz. Um die Wogen bei den Aktionären nach den jüngsten Turbulenzen zu glätten, kündigte das Unternehmen als direkte Reaktion auf die Kursschwäche die 17. Dividendenerhöhung in Folge an.

Die Ausschüttung steigt um 10 Prozent auf 46,00 Franken je Anteilsschein. Das Management fokussiert sich nun auf die operative Umsetzung im laufenden Jahr 2026, für das ein Zufluss an neuen Kundengeldern zwischen 26 und 32 Milliarden US-Dollar avisiert ist. Gelingt es, die Performance-Gebühren in diesem schwierigen Marktumfeld zu stabilisieren, etabliert sich auf dem aktuellen Kursniveau eine völlig neue Bewertungsgrundlage für den Titel.

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