Die Aktie des KI-Spezialisten hat sich rund 17 Prozent von ihrem Allzeithoch entfernt und notiert aktuell bei etwa 171 Dollar. Während Kritiker auf die extrem hohe Bewertung verweisen, sehen Analysten der Citigroup trotz des jüngsten Rücksetzers massives Aufwärtspotenzial. Anleger stehen vor der Frage: Ist die aktuelle Korrektur eine Kaufchance oder der Beginn eines tieferen Falls?

Die jüngste Kursschwäche folgt auf eine historische Rally. Seit dem Start von ChatGPT Ende 2022 legte das Papier um rund 1.880 Prozent zu. Allein im laufenden Jahr 2026 verlor die Aktie jedoch bereits an Boden, belastet durch Gewinnmitnahmen und eine Sektor-Rotation weg von hoch bewerteten Software-Titeln.

Citigroup erhöht Kursziel

Mitten in diese Konsolidierung hinein liefert die Citigroup ein bullisches Signal. Analyst Tyler Radke hob das Kursziel von 210 auf 235 Dollar an, was ein Aufwärtspotenzial von 34 Prozent impliziert. Die Bank begründet diesen Optimismus mit konkreten Wachstumsdaten:

  • Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) im US-Geschäft stiegen im Jahresvergleich um 199 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar.
  • Für das Jahr 2026 wird im öffentlichen Sektor ein Wachstum von mindestens 51 Prozent prognostiziert.
  • Trotz der hohen Bewertung behält die Bank ihre Kaufempfehlung bei.

Auch Wedbush-Analyst Dan Ives zählt Palantir zu seinen Top-Favoriten für das Jahr 2026 und sieht das Unternehmen auf dem Weg zu einer Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar.

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Bewertung bereitet Sorgen

Dem Optimismus steht eine fundamentale Bewertung gegenüber, die selbst für KI-Verhältnisse extrem erscheint. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von etwa 105 notiert Palantir fast zehnmal höher als der Branchendurchschnitt. Morningstar-Analyst Mark Giarelli warnt, dass das Unternehmen fünf Jahre lang jährlich um 45 Prozent wachsen müsste, um das aktuelle Preisniveau rechnerisch zu rechtfertigen.

Prominente Marktakteure positionierten sich bereits gegen den Titel. Der durch "The Big Short" bekannte Michael Burry setzte im dritten Quartal 2025 massiv auf fallende Kurse und investierte zwei Drittel seines Portfolios in Palantir-Put-Optionen.

Spannung vor den Quartalszahlen

Fundamental untermauerte Palantir die hohen Erwartungen zuletzt mit einem Umsatzsprung von 63 Prozent im dritten Quartal und Großaufträgen, darunter ein 10-Milliarden-Dollar-Vertrag mit der US-Armee.

Der entscheidende Impuls dürfte nun am 2. Februar folgen. Nach Börsenschluss präsentiert der Konzern die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Angesichts der extremen Spanne der Analystenziele – von 50 bis 255 Dollar – preist der Optionsmarkt für diesen Termin bereits Schwankungen von knapp 13 Prozent ein. Der kommende Bericht wird zeigen müssen, ob das operative Wachstum stark genug ist, um die ambitionierte Bewertung weiter zu tragen.

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