Palantir nutzt das Weltwirtschaftsforum in Davos nicht nur für Präsenz, sondern für konkrete Deals. Das Unternehmen rückt ins Zentrum eines neuen Infrastrukturprojekts für Künstliche Intelligenz in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika – und CEO Alex Karp sorgt parallel mit klaren Thesen zur Rolle von KI in den Arbeitsmärkten für Aufmerksamkeit. Wie wichtig ist diese Kombination aus strategischer Partnerschaft und öffentlichem Auftritt für die weitere Wachstumsstory?

Neue KI-Infrastruktur in EMEA

Im Fokus steht eine Partnerschaft mit Sovereign AI (S-AI) und Accenture. S-AI hat Palantir und die Beratung Accenture ausgewählt, um die nächste Generation von KI-Rechenzentren in der EMEA-Region aufzubauen. Die Entscheidung wurde heute im Umfeld des WEF in Davos kommuniziert.

Die Aufgabenverteilung ist klar definiert:

  • Palantir: Lieferung der „Chain-Reaction“-Softwareplattform und der übergeordneten Management-Schicht für die Infrastruktur
  • Accenture: Unterstützung bei der physischen und strategischen Umsetzung der Rechenzentren
  • Ziel: Aufbau souveräner KI-Infrastrukturen für die beteiligten Staaten bzw. Regionen

Für Palantir ist entscheidend, dass die eigene Software direkt in den Aufbau kritischer KI-Kapazitäten eingebunden wird – und nicht nur als klassische Lizenzlösung im Hintergrund läuft. Das stärkt die Position des Unternehmens als Infrastruktur-Anbieter für staatliche und strategische KI-Projekte.

Karps Botschaft aus Davos

Parallel zur operativen Seite nutzt CEO Alex Karp die Bühne in Davos für eine zugespitzte makroökonomische Einordnung der KI-Entwicklung. Seine Kernthese: Die breite Nutzung von Künstlicher Intelligenz mache eine massenhafte Zuwanderung in westliche Industrieländer aus rein ökonomischen Gründen entbehrlich.

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Karp argumentiert, dass KI genügend produktive Arbeitsmöglichkeiten für die heimische Bevölkerung schaffe – vorausgesetzt, es werde in passende Qualifikationen investiert. Besonders betont er den Wert technischer Berufsausbildungen gegenüber generalistischen Hochschulabschlüssen. In einem von KI geprägten Marktumfeld seien spezialisierte technische Fähigkeiten nach seiner Einschätzung die knappste und damit wichtigste Ressource.

Damit positioniert Karp Palantir nicht nur als Technologieanbieter, sondern auch als Stimme in der Debatte um Arbeitsmarkt, Migration und Bildungspolitik im KI-Zeitalter.

Bewertung und Kursbild

An der Börse bleibt der Titel trotz der positiven Nachrichtenlage zuletzt schwankungsanfällig. In den vergangenen sieben Tagen hat die Aktie rund 20 % an Wert verloren, liegt auf Jahressicht allerdings noch deutlich im Plus.

Bewertungsseitig spiegelt sich hohe Wachstumsfantasie wider: Im US-Handel wurde zuletzt ein Kurs-Gewinn-Verhältnis im Bereich von knapp 400 gemeldet. Analystenseitig überwiegt laut dem Originalbericht ein positiver Ton. Citi hat die Aktie jüngst auf „Buy“ hochgestuft und ein Kursziel von 235 US‑Dollar ausgegeben, verbunden mit einer Prognose von bis zu 80 % Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2026. Der aktuelle Konsens der Kursziele liegt demnach bei 192,19 US‑Dollar.

Technische Einordnung und Ausblick

Technisch betrachtet bleibt die Aktie deutlich unter dem jüngsten 52‑Wochen-Hoch; gleichzeitig liegt sie klar über dem 52‑Wochen-Tief, was die starke Rallye der vergangenen zwölf Monate trotz der jüngsten Abkühlung unterstreicht. Der RSI von 78,8 signalisiert dabei ein überkauftes Niveau, während der Kurs mit rund 13 % unter dem 50‑Tage-Durchschnitt handelt und damit eine Korrektur nach einer zuvor sehr steilen Aufwärtsbewegung widerspiegelt.

Der nächste zentrale Prüfstein für die Palantir-Story steht bereits fest: Am 2. Februar legt das Unternehmen die nächsten Quartalszahlen vor. Dann wird sich konkret zeigen, wie stark neue Partnerschaften wie das S-AI-Projekt schon in den Zahlen ankommen – und ob die hoch bewertete Wachstumsfantasie durch harte Daten untermauert wird.

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