Palantir Aktie: Momentaufnahme
Die Palantir-Aktie bleibt nach einer frischen Hochstufung und auffälligen Insideraktivitäten schwankungsanfällig. Heute pendelt der Kurs um 171 US‑Dollar, nachdem das Papier rund 17 % vom jüngsten Allzeithoch korrigiert hat. Im Fokus stehen die ambitionierte Bewertung, deutlich auseinanderliegende Analystenziele sowie die anstehenden Quartalszahlen Anfang Februar.
Analysten-Upgrades und Bewertungsspannung
Heute wurde Palantir auf „Buy“ hochgestuft, was die positive Einschätzung mehrerer Häuser bestätigt. Bereits zuvor hatte Truist Research mit „Buy“ und einem Kursziel von 223 US‑Dollar gestartet. Optimistische Analysten, darunter Bank of America und Wedbush, verweisen vor allem auf die starke Position im Bereich Künstliche Intelligenz als zentralen Wachstumstreiber. Der Median der Kursziele liegt aktuell bei 200 US‑Dollar, was einen Aufschlag von rund 17 % gegenüber dem heutigen Niveau signalisiert.
Gleichzeitig sorgt die Bewertung für deutliche Kontroversen. Die Aktie wird mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 400 bis 407 gehandelt – rund 350 % über dem Durchschnitt vergleichbarer KI-Unternehmen. Diese Prämie ruft Skeptiker wie RBC und Morningstar auf den Plan, die von einer vom Fundamentalen losgelösten Preisbildung sprechen. Zusätzlich hat der bekannte Investor Michael Burry über Put-Optionen auf fallende Kurse gesetzt.
Insiderverkäufe und Q4-Erwartungen
In den vergangenen 90 Tagen haben Unternehmensinsider 1.023.444 Aktien im Gegenwert von rund 167 Mio. US‑Dollar veräußert. Direkt vor den Zahlen zum vierten Quartal hat sich das Verkaufstempo jedoch deutlich abgeschwächt. Marktteilnehmer werten diese Entwicklung als mögliches Zeichen von Zuversicht mit Blick auf den Bericht am 2. Februar.
Erwartet wird eine positive Überraschung, unter anderem gestützt durch neue Regierungsaufträge. Besonders ins Gewicht fällt ein jüngst gemeldeter Vertrag mit der US‑Navy über 448 Mio. US‑Dollar, der die kommenden Zahlen zusätzlich stützen dürfte.
Institutionelle Investoren im Umbau
Aktuelle Daten zu den Bewegungen im dritten Quartal 2025 zeigen ein gemischtes Bild bei institutionellen Anlegern:
- Allstate Corp hat seine Position um 2.438 % ausgebaut und hält nun 82.697 Aktien.
- Pinnacle Financial Partners ist neu eingestiegen und hat 3.064 Aktien erworben.
- Inspire Advisors LLC hat ihren Bestand um 67,3 % reduziert.
- Defender Capital LLC hat seine Position um 19,0 % verkleinert.
Insgesamt befinden sich 45,65 % der ausstehenden Aktien in den Händen institutioneller Investoren.
Zahlenbasis und Unsicherheit im Ausblick
Im dritten Quartal 2025 legte der Umsatz im Jahresvergleich um 62 % auf 1,18 Mrd. US‑Dollar zu. Der sogenannte „Rule of 40“-Wert lag bei 114 %, was auf eine Kombination aus hohem Wachstum und Profitabilität hinweist. Beim bereinigten Gewinn je Aktie übertraf Palantir die Erwartungen mit 0,21 US‑Dollar.
Die zentrale Frage lautet nun, ob dieses Wachstumstempo in einem Umfeld höherer Zinsen durchzuhalten ist und damit die aktuelle Bewertung rechtfertigen kann. Die Spanne der Analystenkursziele ist außergewöhnlich breit:
- Unteres Ende: 50 US‑Dollar (rund 70 % unter dem aktuellen Kurs)
- Oberes Ende: 255 US‑Dollar (rund 50 % über dem aktuellen Kurs)
Diese Differenz macht die hohe Unsicherheit rund um die Aktie deutlich.
Mit den Q4-Zahlen am 2. Februar rückt vor allem die Marke von 170 US‑Dollar als kurzfristige Unterstützungszone in den Blick. Wie stabil der Kurs diese Schwelle halten kann, während technische Indikatoren Verkaufssignale liefern und Bewertungskritiker Druck machen, dürfte die Richtung der Aktie in den nächsten Wochen maßgeblich bestimmen.
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