Palantir Technologies reitet weiter auf der Welle des KI-Optimismus und erzielt an der Börse Rekordbewertungen. Doch hinter der glänzenden Fassade brodelt es: Während Kleinanleger von geopolitischen Gerüchten fasziniert sind, hat einer der erfolgreichsten Hedgefonds-Manager der Wall Street drastische Konsequenzen gezogen. Der massive Anteilsverkauf wirft die Frage auf, ob die aktuelle Bewertung noch in der Realität verankert ist oder ob Anlegern eine unsanfte Landung droht.

Warnsignal für Aktionäre

Das deutlichste Alarmsignal liefert Millennium Management. Der von Israel Englander geführte Hedgefonds hat laut aktuellen Einreichungen seine Position bei Palantir radikal zusammengestrichen. Mit dem Verkauf von 4,5 Millionen Aktien reduzierte der Fonds sein Engagement um gewaltige 91 Prozent.

Dies ist keine bloße Portfolio-Kosmetik, sondern ein fast vollständiger Ausstieg eines institutionellen Schwergewichts. Während Privatanleger weiterhin auf die KI-Story setzen, nimmt Millennium Management Gewinne mit. Dieser massive Abverkauf erfolgt in einer Phase, in der die Aktie mit rund 177 USD nahe ihren historischen Höchstständen notiert. Marktbeobachter werten dies als Indiz dafür, dass professionelle Investoren auf dem aktuellen Niveau kaum noch Aufwärtspotenzial sehen.

Bewertung am Limit

Die Fundamentaldaten zeichnen ein riskantes Bild für Neueinsteiger. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 423 Milliarden US-Dollar ist das Unternehmen extrem ambitioniert bewertet. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei etwa 110, das Verhältnis zum erwarteten Gewinn (Forward P/E) sogar bei fast 180. Damit ist Palantir teurer bewertet als der KI-Marktführer Nvidia, obwohl das Wachstumsprofil ein anderes ist.

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Der Markt preist derzeit eine perfekte Exekution der Unternehmensstrategie für das nächste Jahrzehnt ein. Da die Aktie seit Jahresanfang bereits wieder über 5 Prozent zugelegt hat und auf Sicht von 12 Monaten ein Plus von rund 175 Prozent verzeichnet, ist die Fallhöhe bei enttäuschenden Nachrichten enorm.

Gerüchte und politische Faktoren

Trotz der fundamentalen Bedenken bleibt das Handelsvolumen hoch, getrieben von spekulativen Faktoren. Unbestätigte Marktgerüchte über eine mögliche Rolle der Palantir-Software bei jüngsten Ereignissen in Venezuela sorgen für Fantasie bei Anlegern. Solche "Story-Stock"-Elemente führen oft zu kurzfristiger Volatilität, haben aber wenig mit nachhaltigem Umsatzwachstum zu tun.

Die Analystenseite zeigt sich indes gespalten. Während Truist Securities aufgrund voller Auftragsbücher im Verteidigungssektor an der Kaufempfehlung festhält, zeigen Insider-Transaktionen ein anderes Bild. Der Kauf des US-Abgeordneten Jonathan Jackson Ende Dezember liegt bereits im Minus, was verdeutlicht, dass auch politisch vernetzte Trades nicht vor der aktuellen Bewertungsrealität schützen.

Für Palantir wird der 2. Februar entscheidend. Bei den anstehenden Quartalszahlen muss das Unternehmen nicht nur die Erwartungen schlagen, sondern auch die Prognose signifikant anheben, um die aktuelle Bewertung zu rechtfertigen. Angesichts der Diskrepanz zwischen der Euphorie der Privatanleger und dem Ausstieg institutioneller Großinvestoren ist das Rückschlagspotenzial bei der kleinsten Enttäuschung enorm.

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