Palantir meldet Rekordwachstum, schließt eine neue Partnerschaft mit der Wettplattform Polymarket – und trotzdem geriet die Aktie zuletzt unter Druck. Der Grund: Insider-Verkäufe in einem Ausmaß, das Anleger zunehmend beschäftigt.

Wenn Führungskräfte massiv verkaufen

Am Dienstag verlor die Aktie rund 3,4 Prozent – ausgerechnet an einem Tag, an dem der Nasdaq-Composite um 1,4 Prozent zulegte. Auslöser waren neue Regulierungsunterlagen und Berichte über den Umfang der Insider-Verkäufe seit Anfang 2024.

CEO Alex Karp soll seit 2024 Aktien im Wert von über vier Milliarden US-Dollar veräußert haben, darunter allein 66 Millionen Dollar im Februar 2026. Verwaltungsratschef Peter Thiel ließ Ende 2024 Anteile im Wert von einer Milliarde Dollar liquidieren und meldete jüngst einen weiteren geplanten Verkauf über 290 Millionen Dollar. Zusammengenommen belaufen sich die Abgaben aus dem Führungskreis auf knapp sechs Milliarden Dollar seit 2024.

Das Unternehmen verweist auf vorher festgelegte Handelspläne nach Rule 10b5-1, die der Diversifikation und Steueroptimierung dienen. Doch bei diesem Volumen fällt es dem Markt schwer, die Verkäufe als reine Routine abzuhaken.

Starkes Wachstum, ambitionierte Bewertung

Dabei sind die Geschäftszahlen beeindruckend. Im vierten Quartal 2025 wuchs der Umsatz um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar. Das US-amerikanische Kommerzgeschäft legte im Gesamtjahr um 109 Prozent auf 1,47 Milliarden Dollar zu. Für 2026 stellt das Management einen Umsatz von 7,19 Milliarden Dollar in Aussicht – ein Plus von 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Gleichzeitig ist die Aktie mit einem Forward-KGV von rund 115 und einem Marktkapitalisierung von etwa 363 Milliarden Dollar hoch bewertet. 28 von MarketBeat erfasste Analysten sehen im Konsens ein Kursziel von 187,96 Dollar – bei deutlich streuenden Einzelmeinungen. Die Bewertung setzt eine nahezu fehlerfreie Umsetzung der Wachstumsstrategie über Jahre voraus.

Polymarket-Partnerschaft erschließt neues Feld

Parallel dazu gab Palantir eine Kooperation mit der Prognoseplattform Polymarket bekannt. Gemeinsam mit dem KI-Unternehmen TWG AI soll eine Plattform zur Überwachung von Handelsintegrität entstehen – aufgebaut auf der Vergence-AI-Engine, die Palantir und TWG AI im vergangenen Jahr gemeinsam entwickelt haben.

Das System soll Handelsanomalien erkennen, unzulässige Marktteilnehmer herausfiltern und Compliance-Berichte automatisieren. Hintergrund: Polymarket baut derzeit eine US-regulierte Handelsplattform auf, die den Anforderungen der CFTC unterliegt – darunter die Pflicht zur Marktüberwachung. Die Partnerschaft zeigt, wie Palantir seine KI-Infrastruktur in neue Branchen ausdehnt.

Ausblick auf die nächsten Monate

Die Insider-Verkäufe werden das Bild kurzfristig nicht aufhellen. Entscheidend wird sein, ob Palantir beim nächsten Quartalsbericht – voraussichtlich Anfang Mai 2026 – die ambitionierten Wachstumsziele für das US-Kommerzgeschäft bestätigen kann. Gelingt das, dürfte die Bewertungsdiskussion in den Hintergrund treten. Verfehlt das Unternehmen die Erwartungen, steht die aktuelle Bewertung von rund 240-mal dem Jahresgewinn auf dem Prüfstand.

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