Palantir Technologies meldet diese Woche gleich zwei Großdeals: Ein milliardenschwerer Vertrag mit HD Hyundai und ein strategisches Infrastruktur-Projekt für KI-Rechenzentren in Europa. Analysten von Citigroup und Truist stufen die Aktie daraufhin auf „Buy" hoch, mit Kurszielen von bis zu 235 US-Dollar. Doch am Mittwoch schloss die Aktie dennoch im Minus – 1,90 Prozent auf 165,33 US-Dollar. Warum reagiert der Markt so verhalten?

Die Deals im Detail

Der wichtigste Paukenschlag: Palantir verlängert die Partnerschaft mit dem südkoreanischen Schwerindustrie-Konzern HD Hyundai um mehrere Jahre. Der Vertragswert wird mit „Hunderten Millionen Dollar" beziffert. Bereits seit 2021 setzt HD Hyundai Palantir-Software ein – mit messbarem Erfolg: Die Produktionszeit für Schiffe sank um rund 30 Prozent. Die Verlängerung zeigt, dass Palantir zunehmend auch außerhalb seines angestammten Regierungsgeschäfts Fuß fasst.

Parallel dazu hat Sovereign AI, ein britisches Unternehmen, Palantir und Accenture beauftragt, KI-Rechenzentren in Europa und dem Nahen Osten aufzubauen. Palantirs „Chain Reaction"-Plattform soll dabei als Software-Backbone dienen, kombiniert mit Hardware von Dell und Nvidia. Das Projekt positioniert Palantir als Schlüsselplayer beim physischen Ausbau staatlicher KI-Infrastruktur.

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Bewertung und Insiderverkäufe bremsen

Trotz dieser Erfolge kämpft die Aktie mit strukturellen Bremsklötzen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei rund 390, das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) bei über 50. Palantir ist damit für nahezu perfekte Ausführung bepreist – jede Enttäuschung könnte hart bestraft werden.

Hinzu kommt: Insider haben in den letzten drei Monaten über eine Million Aktien verkauft, Gesamtwert rund 167 Millionen US-Dollar. CEO Alex Karp selbst trennte sich 2025 von Papieren im Wert von über 50 Millionen Dollar. Solche Verkäufe können steuerliche oder private Gründe haben, sorgen aber für Verunsicherung – besonders in einer Phase, in der die Aktie ohnehin konsolidiert.

Zahlen am 2. Februar entscheiden

Am 2. Februar 2026 legt Palantir die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Die Erwartungen sind hoch: Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 0,23 US-Dollar (+90 Prozent zum Vorjahr) bei Umsätzen von 1,34 Milliarden Dollar (+61 Prozent). Inoffizielle „Flüsterzahlen" gehen sogar von einem Gewinn je Aktie von 0,27 US-Dollar aus.

Technisch bewegt sich die Aktie derzeit auf dünnem Eis. Die Unterstützungszone bei 160-161 US-Dollar wird getestet. Hält sie nicht, droht ein Rückfall auf 152 US-Dollar. Für neuen Schwung müsste der Kurs die 169-Dollar-Marke zurückerobern.

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