Oxford Lane Capital startet mit Rückenwind in die neue Handelswoche. Der Titel hat sich zuletzt von der Untergrenze einer kurzfristigen Handelsspanne gelöst, während der Abstand zum inneren Wert erneut in den Blick rückt. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob die sehr hohe monatliche Ausschüttung angesichts des Drucks auf den Nettovermögenswert (NAV) tragfähig bleibt.

  • Schlusskurs: 15,05 US-Dollar (+2,8%)
  • Jüngster NAV-Range (30. November): 16,34–16,64 US-Dollar
  • Abschlag zum NAV-Mittelwert: rund 8–9%
  • Monatliche Ausschüttung: 0,40 US-Dollar je Aktie
  • Implizite Jahresrendite: ca. 31,9%

Technische Ausgangslage

Zum Wochenauftakt zeigt sich das Chartbild kurzfristig freundlich. Die Aktie hat sich von einer Unterstützung um 14,65 US-Dollar nach oben gelöst und steuert nun auf einen direkten Widerstand im Bereich von etwa 15,20 US-Dollar zu.

In der letzten aktiven Handelssitzung wechselten rund 1,56 Millionen Aktien den Besitzer, was auf anhaltendes Interesse hindeutet. Die Kursstruktur wird weiterhin vom am 8. September 2025 durchgeführten Reverse Stock Split im Verhältnis 1:5 geprägt, der die Stückzahl reduziert, am grundsätzlichen Hochzinsprofil des Fonds aber nichts geändert hat.

Ein 7-tägiger Aufwärtstrend bis in den heutigen Handel untermauert den positiven kurzfristigen Impuls. Technische Analysen, unter anderem von StockInvest, sehen dadurch aktuell ein Kaufsignal, da der Kurs eine vorhergehende Abwärtstendenz nach oben verlassen hat.

Abschlag auf den NAV

Deutlich kritischer fällt der Blick auf den Nettovermögenswert aus. Die jüngsten Schätzungen zeigen einen spürbaren Rückgang der Portfoliowerte zwischen Oktober und November 2025:

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  • NAV-Schätzung zum 30. November 2025: 16,34–16,64 US-Dollar
  • NAV-Schätzung zum 31. Oktober 2025: 18,21–18,51 US-Dollar
  • Aktueller Kurs: 15,05 US-Dollar
  • Abschlag zum NAV-Mittelwert: rund 8,7%

Damit notiert die Aktie klar unter dem geschätzten Substanzwert des CLO-Equity-Portfolios. Der Markt preist somit ein hohes Kreditrisiko ein, lässt aber gleichzeitig einen Bewertungsabschlag auf den theoretischen Liquidationswert erkennen. Der Rückgang der NAV-Spanne von etwa 18 auf 16 US-Dollar zeigt jedoch, dass der Druck auf die Vermögensbasis des Fonds zuletzt zugenommen hat – ein Signal für die Volatilität dieser Anlageklasse.

Dividende und Ertragskraft

Zentrales Argument vieler Anleger bleibt die monatliche Ausschüttung. Nach dem Reverse Split hat Oxford Lane die Dividendenpolitik fortgeführt und bietet auf Basis des aktuellen Kurses eine annualisierte Rendite von rund 31,9 %.

Für das erste Quartal 2026 sind folgende Zahlungen angekündigt:

  • Monatliche Dividende: 0,40 US-Dollar je Aktie
  • Turnus: monatlich (Januar, Februar, März)
  • Hochgerechnete Jahreszahlung: 4,80 US-Dollar je Aktie

Der nächste Ex-Dividenden-Termin wird für Mitte Januar erwartet. Entscheidend für die weitere Entwicklung ist, ob der Fonds diese 0,40 US-Dollar pro Monat aus dem Net Investment Income (NII) verdienen kann, ohne den NAV weiter zu belasten. Die jüngste Kompression des Vermögenswerts im vierten Quartal 2025 macht diese Aufgabe anspruchsvoller.

Stimmung und Ausblick

Die jüngste Kursentwicklung und die technischen Signale deuten auf ein verbessertes Sentiment, vor allem bei renditeorientierten Privatanlegern. Gleichzeitig mahnen die rückläufigen NAV-Schätzungen zur Vorsicht und spiegeln die typische Schwankungsbreite von CLO-Equity-Investments wider.

Aktuell liegt der Fokus darauf, ob sich der Kurs stabil über der psychologisch wichtigen Marke von 15,00 US-Dollar halten kann. Gelingt dies und zeigen die kommenden NAV-Veröffentlichungen eine Beruhigung oder Stabilisierung im Bereich der aktuellen Schätzungen, würde das die derzeitige positive Kursbewegung untermauern und das Verhältnis von Risiko und Ausschüttung klarer einordnen.

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