Der Prothesenhersteller Ottobock legte am Dienstag vorläufige Geschäftszahlen für 2025 vor – und die fallen auf den ersten Blick beeindruckend aus. Der Umsatz im Kerngeschäft kletterte um 11,7 Prozent, das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) schnellte sogar um knapp 30 Prozent nach oben. Die operative Marge verbesserte sich deutlich auf 26 Prozent. Doch statt Kursfeuerwerk folgte ein Dämpfer: Die Aktie sackte zeitweise um 3,6 Prozent auf 55,75 Euro ab und näherte sich damit wieder dem Rekordtief von 54,85 Euro aus der Vorwoche.

Was war passiert? Offenbar hatten Anleger und Analysten mehr erwartet – vor allem beim Ausblick für das laufende Jahr. CEO Oliver Jakobi zeigte sich zwar zufrieden mit dem "Profitabilitätssprung" und verwies auf zahlreiche Neuprodukte wie die nächste Generation eines Kniegelenks für hochaktive Nutzer. Doch die Prognose für 2026 enttäuschte: Fünf bis acht Prozent Erlöswachstum im Kerngeschäft – manch ein Marktbeobachter hatte deutlich mehr auf dem Zettel.

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Starke Zahlen, schwacher Ausblick

Im Gesamtjahr 2025 steigerte Ottobock den Konzernumsatz um 4,7 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebitda im Kerngeschäft erreichte 415,3 Millionen Euro – ein Plus von fast 30 Prozent. Die operative Gewinnentwicklung übertraf damit die Analystenschätzungen, während der Gesamtumsatz leicht unter den Erwartungen blieb.

Für 2026 peilt das Unternehmen aus Duderstadt eine bereinigte Ebitda-Marge von mehr als 26,5 Prozent im Kerngeschäft an. Die Mittelfristziele bis 2029 – organisches Wachstum von sieben bis neun Prozent und eine Marge von 29 bis 30 Prozent – bestätigte Ottobock.

Jefferies bleibt optimistisch

Analyst Henrik Paganetty von Jefferies bewertete die Zahlen insgesamt positiv. Er hob besonders die operative Profitabilität und den "starken Free Cashflow" hervor. Seine Einschätzung: "Buy" mit einem Kursziel von 84 Euro – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 50 Prozent zum aktuellen Kurs.

Seit dem Börsengang im Oktober 2025 zum Ausgabepreis von 66 Euro hat die Aktie allerdings bereits rund 16 Prozent an Wert verloren. Der Aufstieg in den SDax im Dezember brachte bislang keinen nachhaltigen Kursschub. Die Anleger scheinen skeptisch, ob der Weltmarktführer in der Prothetik seine ambitionierten Wachstumspläne tatsächlich umsetzen kann.

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