Aufatmen beim dänischen Energieriesen: Nachdem die US-Regierung unter Donald Trump im Dezember einen umfassenden Baustopp für Offshore-Windparks verhängte, schritten nun Bundesgerichte ein. Das Urteil ist für Orsted von existenzieller Bedeutung, da es Investitionen von über 5 Milliarden Dollar vor dem drohenden Totalverlust bewahrt. Der Weg für die Fertigstellung der kritischen US-Projekte ist damit wieder frei.

Wende bei "Revolution Wind"

Im Zentrum der gerichtlichen Entscheidung steht das Großprojekt "Revolution Wind" vor den Küsten von Rhode Island und Connecticut. Bundesrichter Royce Lamberth setzte den von der Trump-Administration verhängten Baustopp faktisch außer Kraft. Die Regierung hatte die Arbeiten im Dezember 2025 unter Berufung auf die "nationale Sicherheit" blockiert.

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Für Orsted war dieser Eingriff hochgradig riskant. Der Windpark ist bereits zu rund 87 Prozent fertiggestellt, und seit Baubeginn flossen über 5 Milliarden Dollar in das Projekt. Die einstweilige Verfügung gegen die behördliche Anordnung erlaubt es den Dänen nun, die Arbeiten fortzusetzen. Das Ziel, die Anlage noch im Jahr 2026 ans Netz zu bringen, bleibt damit realistisch. Nach Fertigstellung soll der Park über 350.000 Haushalte mit Strom versorgen.

Gerichtsurteile brechen den Domino-Effekt

Die Erleichterung beschränkt sich nicht nur auf Orsted. Ein weiteres Urteil vom gestrigen Samstag untermauert, dass die US-Justiz die pauschalen Verbote der neuen Administration als rechtlich nicht haltbar einstuft. Das US-Bezirksgericht für den östlichen Bezirk von Virginia entschied in einem ähnlichen Fall zugunsten des Wettbewerbers Dominion Energy.

Damit darf auch das "Coastal Virginia Offshore Wind"-Projekt, das größte seiner Art in den USA, weitergebaut werden. Auch Konkurrent Equinor erhielt grünes Licht für sein Projekt "Empire Wind". Diese parallelen Entscheidungen signalisieren Anlegern, dass der befürchtete Domino-Effekt durch behördliche Stilllegungen gestoppt wurde. Die Justiz stellt sich hier klar gegen die Exekutivverordnungen des Innenministeriums.

Bilanzielle Bedeutung und Strategie

Die erfolgreiche Verteidigung der US-Pipeline verhindert eine erneute Belastung der Bilanz. Orsted musste bereits in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 massive Wertberichtigungen auf US-Projekte in Höhe von insgesamt rund 40,5 Milliarden Dänischen Kronen (DKK) vornehmen. Ein Scheitern von Revolution Wind hätte weitere gravierende finanzielle Konsequenzen nach sich gezogen.

Der aktuelle Status im Überblick:
* Projekt: Revolution Wind wird sofort wiederaufgenommen (87 % Fertigstellungsgrad).
* Kapital: Investitionen von über 5 Mrd. USD sind vorerst gesichert.
* Eigentümer: Der dänische Staat hält weiterhin eine kontrollierende Mehrheit von 50,1 %, was in turbulenten Zeiten Stabilität bietet.

Das Management reagiert auf die politischen und wirtschaftlichen Gegenwinde mit einer geschärften Strategie. Die früheren Ambitionen, bis 2030 eine installierte Kapazität von 35 bis 38 Gigawatt zu erreichen, wurden offiziell aufgegeben. Der Fokus liegt nun strikt auf der Exekution des bestehenden 9-GW-Bauportfolios und einer Reduzierung des Investitionsprogramms.

Auch wenn der juristische Streit mit der US-Regierung formal weiterläuft, schaffen die einstweiligen Verfügungen vollendete Tatsachen. Da Revolution Wind kurz vor der Fertigstellung steht, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines späteren Rückbaus rapide. Der Fokus verlagert sich nun von juristischen Auseinandersetzungen zurück auf die technische Finalisierung im Atlantik.

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