Warum Onsemi trotz des gescheiterten Milliarden-Deals mit Allegro Kurs hält und welche Pläne jetzt verfolgt werden.

Die Aktie von Onsemi zeigt sich erstaunlich stabil, nachdem der Chip-Hersteller seine ambitionierte Übernahmepläne begraben musste. Die 6,9-Milliarden-Dollar-Offerte für den kleineren Rivalen Allegro MicroSystems ist endgültig vom Tisch.

Zähes Ringen ohne Erfolg

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Monatelang hatte Onsemi versucht, Allegro an Bord zu holen – zuletzt mit einem erhöhten Angebot von 35,10 Dollar je Aktie. Doch die Allegro-Führung winkte ab: Schon im März hatte sie das Angebot als "unangemessen" zurückgewiesen.

"Wir ziehen unser Übernahmeangebot zurück, da sich der Vorstand von Allegro nicht ernsthaft auf Verhandlungen einlassen wollte", kommentierte Onsemi-CEO Hassane El-Khoury den gescheiterten Deal. Die Reaktion der Märkte? Allegro-Aktien sackten im außerbörslichen Handel um satte 12,5 Prozent ab, während Onsemi sogar leicht zulegte.

Automobilbranche als Sorgenkind

Hintergrund der angespannten Lage: Beide Unternehmen leiden unter der Flaute in der Autoindustrie. Nach den Lieferengpässen während der Pandemie drosseln die Hersteller nun ihre Chip-Bestellungen – ein herber Rückschlag für Zulieferer wie Onsemi und Allegro.

Der gescheiterte Deal wäre eine strategische Meisterleistung gewesen: Onsemi hätte sich damit einen stärkeren Fuß in der boomenden E-Mobilität verschafft. Die begehrten Allegro-Chips steuern nämlich nicht nur die Stromversorgung in Elektroautos, sondern sind auch für Bremssysteme unverzichtbar.

Eigenen Kurs jetzt konsequent verfolgen

Statt weiter auf teure Übernahmen zu setzen, will Onsemi jetzt den eingeschlagenen Sparkurs fortsetzen. Bereits im Februar hatte das Unternehmen einen drastischen Stellenabbau von 2.400 Jobs angekündigt.

"Wir bleiben unserer disziplinierten Kapitalallokation treu", betont El-Khoury. Dazu gehört auch das bestehende Aktienrückkaufprogramm, das nun verstärkt werden soll. Die Botschaft ist klar: Wenn schon keine Übernahme, dann wenigstens mehr Eigenverantwortung.

Ob dieser Plan aufgeht? Die nächsten Quartalszahlen werden es zeigen. Bis dahin bleibt die Onsemi-Aktie ein spannender Beobachtungsposten – ganz ohne teure Zukäufe.

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