In Zeiten von niedrigen Öl- und Gaspreisen und ohnehin vorhandenen Überkapazitäten ist das Interesse an einer steigenden Produktion eher weniger ausgeprägt. Das macht sich offenbar auch bei OMV bemerkbar. Schon vor der Zahlenvorlage Anfang Februar teilte der österreichische Öl- und Gaskonzern mit, dass die Produktion im vierten Quartal 2025 rückläufig ausgefallen sei. Demnach wurden 300.000 Barrel Öläquivalent täglich gefördert. Im Vorquartal waren es noch 304.000 Barrel pro Tag.

De Erdgasproduktion blieb sequentiell stabil bei 125.000 Barrel Öläquivalent täglich, lag damit aber ebenfalls nicht gerade auf Rekordniveau. OMV rechnet mit nicht zahlungswirksamen Wertminderungen und -anpassungen von 700 Millionen Euro. Jene sollen jedoch als Sondereffekte eingestuft werden und sich damit nicht auf das operative Ergebnis auswirken.

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Eine Branche im Schrumpfkurs

Die Aussichten für das laufende Jahr fallen derweil eher mau aus. Die Ölpreise bleiben gering und die Absichten der USA, die Produktion in Venezuela wieder anzukurbeln, beschleunigt den Preisverfall potenziell. Dadurch dürfte OMV weiterhin nicht allzu viel Energie in eine Expansion stecken und sich mehr auf andere Projekte konzentrieren. Eine hervorragende Performance an der Börse im vergangenen Jahr war unter anderem auf Fortschritte im Chemiegeschäft zurückzuführen.

Den Anteilseignern fällt es jedoch immer schwerer, den rückläufigen Trend im Kernsegment zu ignorieren. Auf die jüngsten Neuigkeiten reagierte die OMV-Aktie am Donnerstagmorgen mit Abschlägen von 2,3 Prozent und der Kurs fiel auf, immer noch ansehnliche, 48,62 Euro zurück. Die Stimmung bleibt grundsätzlich gut. Die Charttechnik lässt jedoch vermuten, dass das Aufwärtspotenzial für den Moment ausgereizt sein dürfte.

Gegenwind für OMV?

Mit neuen Impulsen bei Öl und Gas ist bei OMV wohl erst einmal nicht zu rechnen. Das ist für die Aktie kein Beinbruch, aber doch ein kleiner Stolperstein. Würden die Geschäfte hier wieder zulegen, so würde wohl auch nichts gegen einen erfolgreichen Angriff auf die 50-Euro-Marke sprechen. Aktuell bleibt es wohl erstmal dabei, dass die Bullen in erster Linie die hohen Kursaufschläge aus dem Vorjahr verwalten.

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