Vor wenigen Tagen erst verbreitete sich die Meldung, dass der Großaktionär BlackRock seine Beteiligung an OMV auf über vier Prozent erhöht hat. Darauf folgten nun aber schon wieder Verkäufe, sodass der Anteil auf 3,99 Prozent zurückging. Was von diesen dezent widersprüchlichen Signalen zu halten ist, liegt wohl im Auge des Betrachters. Es bildet aber recht gut die allgemeine Erwartungshaltung gegenüber OMV ab.

Denn die Zukunft des Unternehmens wird vor allem von zwei wichtigen Bereichen geprägt. In Sachen Öl und Gas fällt die Stimmung eher gedämpft aus, denn niedrige Preise und eine drohende Überproduktion sorgen für schwache Margen. Dass die USA unter Donald Trump nun in Venezuela Tatsachen geschaffen haben und Medienberichten zufolge bereits das dortige Öl ins Auge gefasst haben, könnte die Lage noch verschärfen. Wird die Produktion in Südamerika wieder hochgefahren, würden die Preise schließlich weiter unter Druck gesetzt werden.

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OMV schafft einen neuen Chemieriesen

Beim Chemiegeschäft steht bei OMV noch im ersten Quartal eine enorme Neuerung an. Geplant ist die Zusammenlegung der eigenen Tochter Borealis mit der ADNOC-Sparte Borouge. Die daraus resultierende Borouge Group International soll den Österreichern hübsche Dividenden bescheren. Allein für dieses Jahr werden entsprechende Einnahmen von mindestens einer Milliarde US-Dollar erwartet. 

Die Märkte werten die Fortschritte von OMV beim Chemiegeschäft letztlich auch als eine Diversifizierung, mit der sich das Unternehmen von Schwankungen bei Öl- uns Gaspreisen ein Stück weit entkoppeln könnte. Die Stimmung fällt daher auch weiterhin recht gut aus mit Kursgewinnen von 1,6 Prozent am Freitag und einem Schlusskurs in Höhe von 48,28 Euro.

Auf neuen Wegen

Unter dem Stricht verlässt sich OMV nicht auf aktuelle Umsatzbringer, sondern schraubt aktiv an einer breiteren Aufstellung für die Zukunft. Damit sichert sich das Unternehmen Wachstumschancen und macht sich gleichzeitig resilienter gegenüber unschönen Überraschungen in einer zunehmend unsicheren Welt. Das ist keine schlechte Basis für einen weiterhin erfreulichen Aktienkurs. Gleichwohl ist die Bewertung mittlerweile auf einem Niveau angelangt, bei dem Neueinstiege lieber zweimal überdacht werden sollten.

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