Cardano: Stolpersteine entdecken?
Cardano steckt im März gleich an mehreren Fronten in einer entscheidenden Phase. Gründer Charles Hoskinson schießt öffentlich gegen ein US-Gesetzesvorhaben, während technisch gleich zwei große Schritte anstehen: der Start der Privacy-Partner-Chain „Midnight“ und ein Protokoll-Upgrade. Gleichzeitig bleibt der Kurs unter Druck.
Kann Cardano die technische Agenda in den nächsten Wochen in neues Momentum ummünzen?
Streit um den CLARITY Act
Hoskinson hat diese Woche besonders scharf gegen den US-„CLARITY Act“ ausgeteilt. In einem YouTube-Podcast am 3. März nannte er den Entwurf ein „horrific, trash bill“ und warnte, das Gesetz könne künftige Krypto-Gründer ins Ausland treiben. Er widersprach damit auch Ripple-Chef Brad Garlinghouse, der die Linie vertritt, „ein schlechtes Gesetz sei besser als gar keines“.
Konkret kritisiert Hoskinson die geplante Einstufung neuer Tokens: Der aktuelle Entwurf würde frisch gestartete Projekte zunächst als Wertpapiere behandeln und damit unter SEC-Aufsicht stellen. Das gebe der SEC in der Frühphase zu viel Macht und könne Teams in langwierigen Freigabeprozessen festsetzen, bevor ein Wechsel in ein eher „Commodity“-ähnliches Regime möglich wird.
Zudem sieht Hoskinson Lücken bei DeFi, Prognosemärkten und Stablecoins. So verbietet der Entwurf laut seiner Darstellung Renditen auf Stablecoin-Guthaben. In Summe könne das US-Krypto-Projekte durch restriktive Aufsicht ausbremsen.
Auch politisch bewegt sich etwas: Der CLARITY Act ging bereits im Juli durch das Repräsentantenhaus, im Senat steckt die Version aber fest. Der Banking-Ausschuss des Senats peilt nun ein „Markup“-Fenster von Mitte bis Ende März an. Auf Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz 2026 in Kraft tritt, derzeit bei 71% („Yes“).
Midnight: Privacy-Partner-Chain vor dem Start
Abseits der Regulierung rückt ein technisches Ereignis in den Vordergrund: „Midnight“, eine lange erwartete, auf Privatsphäre ausgelegte Blockchain, soll laut Hoskinson in der letzten März-Woche als Partner-Chain zu Cardano starten.
Der „Kūkolu“-Mainnet-Start ist für Ende März geplant – zunächst mit föderierten Operatoren. Eine spätere, breitere Dezentralisierung ist vorgesehen, ein Termin steht jedoch noch nicht fest. Midnight soll „compliant“ Privacy-Smart-Contracts ermöglichen, etwa für Anwendungen in Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen oder Identitätsmanagement. Der Ansatz setzt auf Zero-Knowledge-Proofs und selektive Offenlegung statt vollständiger Anonymität.
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Für die Startphase sind laut Bericht Google Cloud, MoneyGram, Pairpoint (Vodafone/Sumitomo) und eToro als Node-Operatoren genannt. Insgesamt soll die Zahl der föderierten Betreiber damit auf sieben steigen; frühere Teilnehmer waren demnach u.a. Google Cloud, Blockdaemon, AlphaTON Capital und Shielded Technologies.
Zum Midnight-Ökosystem gehört auch der Token NIGHT, der im Dezember gestartet wurde und laut Text inzwischen auf eine Marktkapitalisierung von über 986 Mio. US-Dollar kommt. Zusätzlich kündigte Hoskinson auf der Consensus Hong Kong 2026 eine Integration mit LayerZero für Cross-Chain-Kommunikation an, um „trustless“ Messaging u.a. mit Ethereum zu ermöglichen.
Protokoll v11, Aktivität – und Kursdruck
Parallel treibt Cardano ein Kern-Upgrade voran. Am 21. Februar wurde ein „intra-era hard fork“ auf Protokoll-Version 11 angekündigt, mit gezielten Verbesserungen für Plutus sowie die Ledger-Sicherheit.
Die Entwicklungsdaten im Text fallen umfangreich aus: 683 Commits über 74 Repositories, insgesamt mehr als 63 Mio. geänderte Codezeilen. Besonders aktiv war „ouroboros-consensus“ (118 Commits), daneben u.a. Mithril (Syncing für „lightweight clients“) und Plutus (Smart Contracts). Cardano verknüpft diese Entwicklung mit dem Plan „Vision 2030“ und nennt als Ziele 3 Mrd. US-Dollar TVL, 1 Mio. monatlich aktive Wallets sowie 324 Mio. Transaktionen pro Jahr bis 2030.
Marktseitig bleibt das Bild gemischt: Große Wallets verkauften laut Bericht in der Vorwoche ADA im Wert von über 63 Mio. US-Dollar und erhöhten damit den Verkaufsdruck – trotz einer Markterholung. Gleichzeitig wird institutionelles Interesse erwähnt: Grayscale habe die ADA-Gewichtung auf 20,07% erhöht.
Zum Kurs: ADA liegt heute bei 0,25 US-Dollar bei einem 24h-Volumen von 254,31 Mio. US-Dollar. In den letzten sieben Tagen verlor ADA 8,90% und blieb damit hinter dem globalen Kryptomarkt zurück (plus 3,70%). Technisch notiert der Token weiterhin unter den 20-, 50-, 100- und 200-Tage-EMAs; der übergeordnete Trend bleibt damit abwärtsgerichtet. Im Text wird zudem der Rückgang vom Hoch bei 1,3248 US-Dollar im Dezember 2024 bis zum aktuellen Niveau hervorgehoben.
Im Fokus steht nun die letzte März-Woche: Dann soll Midnight starten, während Protokoll-Version 11 und die LayerZero-Anbindung als weitere Bausteine im Ausbauplan genannt sind. Gleichzeitig könnte die weitere Debatte um den CLARITY Act – mit möglichen Schritten im Senat bis Ende März – das regulatorische Sentiment im gesamten Sektor mitprägen.
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