OMV-Aktie: Die Sorge vor dem Kursverfall!
OMV konnte kürzlich frische EU-Gelder für einen neuen Elektrolyseur melden, der bei Fertigstellung zu den größten in Europa zählen soll. Mit dem Projekt treibt der Konzern seine grüne Transformation ein Stück weit voran, und das zu letztlich überschaubaren Kosten. An der Börse verfängt das Thema aber nicht weiter, während die Blicke sich voll und ganz auf die Ölpreise richten.
Letztere befinden sich nun schon seit einer Weile auf niedrigem Niveau. Die OMV-Aktie konnte dies im vergangenen Jahr die meiste Zeit weglächeln, da gleichzeitig Hoffnungen auf neue Chancen im Chemiesektor aufkamen. Doch die Furcht vor weiteren Preisrückgängen bleibt derzeit nicht unbemerkt.
Drückt Trump den Ölpreis?
Aufgekommen sind derartige Befürchtungen nach der Entführung des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro durch US-Eliteeinheiten. Die Ölindustrie dürfte bei diesem Vorgehen eine nicht unwichtige Rolle gespielt haben. Nun gibt es Spekulationen, laut denen Trump mit Venezuela gezielt die Ölpreise zu senken versuche.
Dies könne laut einigen Beobachtern als eine Strategie angesehen werden, um sich in Richtung Wahlkampf zu den Midterms im November zu begeben. Denn bei aktuellen Umfragen schmiert Trump ziemlich ab und es deutet alles darauf hin, dass die Demokraten ein Comeback erleben könnten. Sinkende Ölpreise und eine Entspannung bei der Inflation könnten dabei helfen, die Zustimmungswerte wieder zu erhöhen.
Schlechte Nachrichten für OMV?
Angeblich soll das Weiße Haus wohl Ölpreise von unter 50 US-Dollar je Barrel anpeilen. Das wären für OMV keine guten Neuigkeiten. Da Trump bereits mehrfach unter Beweis stellte, die ihm gegebene Macht gerne zu miss- oder gebrauchen, müssen aktuelle Überlegungen zum Ölpreis ernst genommen werden. Genau das tun auch die Anleger, was der OMV-Aktie heute Morgen Abschläge von 2,8 Prozent einbrachte und den Kurs auf 47,14 Euro sinken ließ. Aus dem Ausbruch über 50 Euro wird wohl erstmal nichts.








