OMV blickt auf ein ausgesprochen erfolgreiches Börsenjahr 2025 mit mehr als ansehnlichen Kursgewinnen zurück. Offenbar rechnen nicht wenige Marktakteure damit, dass es 2026 munter in diesem Stil weitergehen mag. Zu Ende Dezember erhöhte der Finanzinvestor Blackrock seinen Anteil am österreichischen Öl- und Gaskonzern auf mehr als vier Prozent.

Diesem Beispiel folgten am ersten Handelstag des neuen Jahres nun viele weitere Anleger, was den Aktienkurs noch mehr in Richtung Norden treibt. Bis zum frühen Nachmittag konnte die OMV-Aktie heute um 1,5 Prozent bis auf 48,24 Euro zulegen. Unverändert hat das Papier damit sein 52-Wochen-Hoch im Visier, trotz durchaus vorhandenem Gegenwind.

Kann OMV sich 2026 behaupten?

Skeptisch fallen die Blicke auf das Jahr 2026 aus, wenn es um Öl- und Gaspreise geht. Experten rechnen mit einem weiterhin negativen Trend, seit Monaten wird sogar über eine mögliche Überproduktion geredet. Das wäre den Margen von OMV nicht eben zuträglich.

Gehofft wird allerdings darauf, dass OMV mögliche Schwächen in diesem Segment durch zunehmendes Wachstum in anderen Sparten wie dem Chemiegeschäft ausgleichen zu können. Entwickelt hat der Konzern sich bereits im vergangenen Jahr verstärkt in diese Richtung. Allerdings befindet sich auch die europäische Chemiebranche momentan nicht in der allerbesten Verfassung.

Die Risiken bleiben vorhanden

Auch im neuen Jahr verändert sich an der Ausgangslage von OMV nicht viel. Das Unternehmen schlägt sich auf fundamentaler Seite wacker, doch Risiken sollten Anleger deshalb nicht einfach ignorieren. Gerade auch aufgrund der starken Kursentwicklung der letzten Monate könnte eine mögliche Korrektur umso schärfer ausfallen, ohne dass eine solche heraufbeschworen werden soll.