Die Phase-2-Daten für OCU410 sind präsentiert — und sie liefern Ocugen eine solide Grundlage für den nächsten Schritt. Im dritten Quartal 2026 soll die entscheidende Phase-3-Studie zur geografischen Atrophie beginnen, einer Erkrankung, für die es in Europa noch keine zugelassene Therapie gibt.

Was die Daten zeigen

Bei der mittleren Dosis — die Ocugen für Phase 3 ausgewählt hat — verlangsamte OCU410 das Läsionswachstum nach zwölf Monaten um 31 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe. 55 Prozent der behandelten Patienten erreichten eine Reduktion von mindestens 30 Prozent. Schwerwiegende therapiebezogene Nebenwirkungen wurden keine gemeldet.

Zum Vergleich: Die beiden in den USA zugelassenen Therapien Syfovre und Izervay zeigten in ihren Zulassungsstudien Reduktionen von 15 beziehungsweise 22 Prozent. Ocugen stellt OCU410 als breit wirkenden Ansatz dar, der mehrere Krankheitspfade gleichzeitig adressiert — und das mit einer einzigen Injektion statt monatlicher Behandlungszyklen. Direkte Vergleiche zwischen Studien sind allerdings methodisch begrenzt.

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Pipeline und Finanzen

OCU410 ist nicht das einzige Programm, das auf einen regulatorischen Meilenstein zusteuert. Für OCU400 plant Ocugen ebenfalls im dritten Quartal 2026 mit der rollierenden BLA-Einreichung zu beginnen, eine Vermarktung ist für 2027 vorgesehen. Die F&E-Ausgaben stiegen von 31,2 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 2024 auf 39,8 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 2025 — ein klares Signal, dass das Unternehmen den Entwicklungsdruck hochhält.

Die Liquidität reicht nach eigenen Angaben bis ins vierte Quartal 2026, bei Ausübung ausstehender Warrants möglicherweise bis ins zweite Quartal 2027.

Marktreaktion und Analysteneinschätzungen

Die Veröffentlichung der Phase-2-Daten am 24. März löste zunächst einen Kursrückgang von rund 12 Prozent aus. Trotzdem blieben die Einschätzungen der Analysten konstruktiv: Canaccord Genuity initiierte die Abdeckung mit „Kaufen" und einem Kursziel von 12 Dollar, Oppenheimer startete mit „Outperform" und 10 Dollar. Der Konsens liegt laut MarketBeat bei „Moderate Buy" mit einem mittleren Kursziel von 9,75 Dollar.

Gemessen am gestrigen Schlusskurs von 1,70 Euro verdeutlicht diese Lücke zwischen aktuellem Kurs und Analystenkurszielen, wie stark das Papier von klinischen Fortschritten abhängt. Der Phase-3-Start im dritten Quartal 2026 ist damit der nächste konkrete Prüfstein.

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