Nvidia Aktie: Zukunftsweisende Tendenzen
Zum Start in die Handelswoche steht der KI-Marktführer in einem Spannungsfeld zwischen optimistischer Analystenstimmung und geopolitischen Realitäten. Während Experten die Aktie als historisch günstig einstufen und Kursziele anheben, sorgen neue Blockaden im wichtigen chinesischen Markt für Unruhe. Können die starken fundamentalen Daten die erneuten Probleme in der Lieferkette überlagern?
Bewertung lockt trotz Risiken
Der stärkste Rückenwind kommt derzeit von der RBC Capital Markets. Die Analysten starteten ihre Bewertung gestern mit einem „Outperform“-Rating und einem Kursziel von 240 US-Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von rund 29 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag entspricht.
Die Begründung stützt sich vor allem auf die Bewertung: Nvidia werde aktuell nur mit dem 24-fachen des geschätzten Gewinns für das Geschäftsjahr 2027 gehandelt. Dies entspricht einem Abschlag von 50 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der drei Jahre vor dem KI-Boom. RBC verweist zudem auf die Investitionspläne (Capex) der Cloud-Anbieter, die 2026 voraussichtlich um 40 Prozent steigen werden – ein direkter Treiber für Nvidias Auftragsbücher.
Auch Jefferies sieht die Aktie als „durchaus günstig“ an und hob das Kursziel bereits am Freitag auf 275 US-Dollar an. Der Fokus liegt hier auf der Produkt-Roadmap bis 2028, insbesondere den Plattformen Blackwell und Rubin. Dass die neue Hardware am Markt ankommt, bestätigte gestern der Kauf von acht Blackwell B300-Servern durch Bitzero Holdings.
China-Geschäft unter Druck
Diesen positiven Aussichten stehen jedoch konkrete Probleme im asiatischen Raum gegenüber. Berichten zufolge haben Zulieferer die Produktion von Komponenten für den H200-Chip gestoppt, da Zollbehörden in Shenzhen die Einfuhrabfertigung blockieren. Die regulatorischen Engpässe führen bereits zu Auftragsstornierungen, da Kunden nur begrenzt auf alternative Konfigurationen ausweichen können.
Zwar ist Nvidias direkter Umsatzanteil in China mittlerweile auf unter 10 Prozent gesunken – historisch waren es 20 bis 25 Prozent –, doch die aktuelle Störung gefährdet potenzielle Hreinnahmen, die für die Region auf rund 30 Milliarden US-Dollar geschätzt wurden. Trotz der Dominanz mit einem Marktanteil von etwa 80 Prozent bei KI-Beschleunigern rechnen Experten wie RBC damit, dass dieser Wert bis 2027 auf 70 Prozent sinken könnte, da die Konkurrenz durch AMD und interne Lösungen der Cloud-Giganten wächst.
Blick auf die Zahlen
Der nächste entscheidende Termin für Anleger ist der 25. Februar 2026, wenn das Unternehmen seine Quartalsergebnisse vorlegt. Im Fokus stehen dann nicht nur die Margen der neuen Blackwell-Chips, sondern vor allem konkrete Aussagen zur Umsatzentwicklung in China. Bis dahin bleibt das Allzeithoch bei 212,19 US-Dollar die technische Marke, die es für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends zu überwinden gilt.
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