Nvidia steht vor einer ereignisreichen Woche. Ab dem 16. März öffnet die jährliche Entwicklerkonferenz GTC 2026 in San Jose ihre Tore – und die Erwartungen der Investoren sind hoch. Neue Hardware-Ankündigungen, strategische Partnerschaften und eine prall gefüllte Produkt-Pipeline machen die Konferenz zum wichtigsten Kurstreiber des Quartals.

Rekordgeschäftsjahr als Ausgangsbasis

Nvidia geht mit Rückenwind in diese Woche. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 215,9 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein das vierte Quartal steuerte 68,1 Milliarden Dollar bei, was einem Jahresvergleich von plus 73 Prozent entspricht. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 82 Prozent auf 1,62 Dollar.

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Für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet Nvidia einen Umsatz von rund 78 Milliarden Dollar. China-Geschäft ist dabei bewusst ausgeklammert – angesichts drohender US-Exportbeschränkungen für KI-Chips ein vorsichtiger, aber nachvollziehbarer Schritt.

Neue Produkte und Partnerschaften

Schon vor der Konferenz hat Nvidia mehrere Weichen gestellt. Mit NemoClaw bringt das Unternehmen eine eigene Open-Source-Plattform für KI-Agenten im Unternehmenseinsatz an den Start. Salesforce, Google, Cisco, Adobe und CrowdStrike sind als potenzielle Partner im Gespräch. Im Gegenzug für frühen Zugang sollen diese Unternehmen Code oder Ressourcen beisteuern.

Parallel dazu vereinbarten Nvidia und Thinking Machines Lab eine mehrjährige Partnerschaft zum Aufbau von mindestens einem Gigawatt an Rechenkapazität auf Basis der kommenden Vera-Rubin-Systeme.

Besonders konkret wird die Kooperation mit ABB Robotics. Der Industriekonzern integriert Nvidias Omniverse-Bibliotheken in seine RobotStudio-Software, was Deploymentkosten um bis zu 40 Prozent senken und die Markteinführungszeit um bis zu 50 Prozent verkürzen soll. Foxconn testet die Technologie bereits in der Elektronikmontage – mit einer Genauigkeit von 99 Prozent bei virtuell trainierten Robotern.

Auf der GTC selbst richtet sich das Interesse auf die Rubin-Plattform, die für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet wird, sowie auf mögliche erste Einblicke in die Feynman-Architektur, die eigentlich erst 2028 geplant ist.

Bewertung und Analystensicht

Trotz der starken Zahlen ist Nvidia gemessen an historischen Maßstäben vergleichsweise günstig bewertet. Aktuell wird die Aktie mit rund dem 22-fachen des erwarteten Gewinns gehandelt – in den vergangenen zwei Jahren lag dieses Vielfache meist zwischen 40 und 50. Truist-Analyst William Stein sieht die GTC als „wichtigen positiven Katalysator" und hält an seinem Kursziel von 283 Dollar fest, was gegenüber dem aktuellen Kurs von rund 159 Euro ein erhebliches Aufwärtspotenzial impliziert.

Der Markt schaut dabei auch auf das große Bild: Die vier großen Hyperscaler haben für dieses Jahr Investitionen von zusammen rund 650 Milliarden Dollar angekündigt. Nvidia selbst prognostiziert, dass die globalen Rechenzentrum-Investitionen bis 2030 auf drei bis vier Billionen Dollar jährlich ansteigen könnten.

Gelingt es Nvidia auf der GTC zu zeigen, dass seine Rechencluster konkreten Mehrwert für Unternehmenskunden liefern, dürfte die jüngste Kursschwäche – die Aktie liegt noch rund elf Prozent unter ihrem Allzeithoch vom November 2025 – als vorübergehend gelten. Die Konferenz vom 16. bis 19. März wird zeigen, ob die Erwartungen eingelöst werden.

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