Nvidia hat auf der CES 2026 gleich mehrere Weichen gestellt. CEO Jensen Huang kündigte an, dass die neue Rubin-Chip-Architektur bereits in Vollproduktion ist – ein halbes Jahr früher als ursprünglich geplant. Parallel dazu steigt der KI-Konzern mit der Alpamayo-Plattform ins Geschäft mit autonomem Fahren ein. Und als ob das nicht genug wäre: Der chinesische Markt öffnet sich offenbar wieder.

Rubin-Architektur sechs Monate voraus

Der Vera Rubin Superchip sollte ursprünglich erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 verfügbar sein. Nun ist er bereits fertig – und das verschafft Nvidia einen deutlichen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb. Die neue Plattform besteht aus sechs Chips, die im Verbund arbeiten und beeindruckende Leistungsdaten liefern:

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  • 10-fach niedrigere Kosten pro Token bei KI-Inferenz im Vergleich zu Blackwell
  • 4-fach weniger GPUs nötig für das Training komplexer Modelle
  • Neue 800-Volt-Strominfrastruktur erforderlich
  • Kombination aus Vera CPU und Rubin GPU im Superchip

„Vera Rubin adressiert die fundamentale Herausforderung, vor der wir stehen: Der Rechenbedarf für KI explodiert regelrecht", erklärte Huang während seiner Keynote. Die frühere Verfügbarkeit kommt den Cloud-Anbietern gelegen, die seit Monaten mit Kapazitätsengpässen kämpfen.

Angriff auf Tesla und Waymo

Mit der Alpamayo-Familie positioniert sich Nvidia nun direkt als Wettbewerber von Tesla und Waymo. Huang selbst verglich den Schritt mit dem „ChatGPT-Moment für physische KI". Anders als Teslas FSD-System, das auf Mustererkennung aus Millionen Fahrkilometern basiert, setzt Alpamayo auf explizites Reasoning – das System durchdenkt komplexe Situationen und liefert transparente Entscheidungslogik, die Ingenieure nachvollziehen können.

Mercedes-Benz wird die Technologie ab dem ersten Quartal 2026 im CLA EV einsetzen. Für 2027 sind Robotaxi-Partnerschaften mit Uber und Lucid geplant. Nvidia zielt auf Level-4-Autonomie ab und verbindet dabei Wahrnehmung, Sprache und Handlungsplanung in einem integrierten System.

China-Markt: 50 Milliarden Dollar Potenzial

Seit April 2025 war der chinesische Markt für Nvidia faktisch geschlossen. Nun deutet sich eine Öffnung an. Huang bezifferte das jährliche Marktvolumen auf rund 50 Milliarden Dollar – das entspräche etwa 25 Prozent zusätzlichem Wachstum gemessen an den aktuellen Umsatzprognosen für 2026. Selbst mit möglichen Exportsteuern wäre diese Größenordnung hochattraktiv.

Analysten erhöhen Kursziele

Die Wall Street reagierte bullish auf die CES-Ankündigungen. Von 54 Analysten stufen derzeit 51 die Aktie mit „Kaufen" ein. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 262,84 Dollar, was rund 40 Prozent Aufwärtspotenzial bedeutet. Evercore ISI geht noch weiter und sieht die Aktie zum Jahresende 2026 bei 352 Dollar – fast eine Verdopplung gegenüber dem aktuellen Niveau.

Institutionelle Investoren, die 65 Prozent der Anteile halten, kauften in der ersten Januarwoche im Verhältnis 10:1 zu – eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem 2:1-Verhältnis aus 2025. Für das Geschäftsjahr 2027 erwarten Analysten im Konsens 50 Prozent Umsatzwachstum.

Mit der vorgezogenen Rubin-Produktion, der möglichen China-Öffnung und dem Einstieg ins autonome Fahren hat Nvidia gleich mehrere Katalysatoren für 2026 geschaffen. Die nächsten Quartalszahlen dürften zeigen, ob sich die hohen Erwartungen in konkreten Auftragseingängen niederschlagen.

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