Nvidia Aktie: Inflationsdaten belasten
Die Nvidia-Aktie steht am Mittwoch spürbar unter Druck. Der Halbleiter-Riese verliert über 2,3 Prozent auf 181,47 US-Dollar, nachdem überraschend starke Inflationsdaten die Märkte durcheinanderbringen. Besonders der Technologiesektor leidet unter der Neueinschätzung der Zinsperspektiven – und der KI-Chip-Marktführer bekommt die volle Wucht des Ausverkaufs zu spüren.
Inflationsdaten treffen Tech-Sektor hart
Der breite Markt reagiert mit Verkaufsdruck auf die heißer als erwarteten Verbraucherpreisdaten. Der Nasdaq fällt um 1,4 Prozent, der S&P 500 verliert 0,8 Prozent. Nvidia trifft es unter den Halbleiterwerten am härtesten. Die Tagesspanne von 180,91 bis 184,46 US-Dollar zeigt die erhöhte Nervosität der Händler. Das Handelsvolumen bleibt mit 63 Millionen Aktien allerdings unter dem Durchschnitt von 184 Millionen – ein Zeichen dafür, dass große Investoren noch nicht in Panik verfallen.
Aktuell notiert die Aktie rund 10,7 Prozent unter ihrem Allzeithoch von 212,19 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei 4,5 Billionen US-Dollar.
China-Geschäft sorgt für Unsicherheit
Parallel zu den Marktturbulenzen schwebt eine geopolitische Frage über dem Konzern: die H200-Chip-Exporte nach China. Die US-Regierung hat den Verkauf dieser fortschrittlichen KI-Prozessoren genehmigt – eine Entscheidung, die Kritiker als zu wirtschaftsfreundlich und zu wenig sicherheitsorientiert bewerten.
Für Nvidia steht viel auf dem Spiel. Beim letzten China-Geschäft im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen dort 17,1 Milliarden US-Dollar Umsatz – etwa 13 Prozent des Gesamterlöses. Eine erfolgreiche Rückkehr auf den chinesischen Markt könnte die Erlöse erheblich steigern. Allerdings zeigt sich China Berichten zufolge zurückhaltend bei der Abnahme der Chips.
Berichtssaison gibt die Richtung vor
In den kommenden Wochen folgen entscheidende Quartalszahlen aus dem Ökosystem, die Nvidias Geschäftsaussichten beleuchten:
- TSMC (15. Januar): Der Auftragsfertiger meldete bereits für Dezember ein Umsatzplus von 20,4 Prozent zum Vorjahr
- Microsoft (28. Januar): Plant 35 Milliarden US-Dollar für KI-Infrastruktur allein im ersten Quartal des Fiskaljahres 2026
- AMD (3. Februar): Rechenzentrumsverkäufe legten zuletzt um 22 Prozent zu
- Alphabet (4. Februar): Erwartet 91 bis 93 Milliarden US-Dollar KI-Ausgaben für 2025
Nvidia selbst legt am 25. Februar die Zahlen für das vierte Quartal des Fiskaljahres 2026 vor. Im jüngsten Quartal erwirtschaftete der Konzern 57 Milliarden US-Dollar Umsatz – ein Anstieg von 62 Prozent. Die Rechenzentrumserlöse schnellten um 66 Prozent auf 51,2 Milliarden US-Dollar hoch.
Hyperscaler pumpen weiter Milliarden
Die großen Cloud-Anbieter halten ihre Investitionsoffensive aufrecht. Amazon steckte 2025 insgesamt 125 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur, Meta 70 bis 72 Milliarden. Beide Konzerne haben für 2026 weitere Erhöhungen angekündigt – ein direkter Vorteil für Nvidias Rechenzentrumsgeschäft.
Die Chip-Architekturen Hopper und Blackwell verkaufen sich weiterhin stark. Die nächste Generation namens Rubin soll später in diesem Jahr auf den Markt kommen und könnte den technologischen Vorsprung weiter ausbauen.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der heutigen Schwäche hält sich das Papier auf Monatssicht mit rund 3,7 Prozent im Plus. Nach den Dezember-Tiefs nahe 175 US-Dollar hat sich die Aktie stabilisiert. Von 64 analysierten Analystenstimmen lauten 59 auf Kaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 252,81 US-Dollar – was einem Aufwärtspotenzial von etwa 36 Prozent entspricht. Die Bandbreite der Schätzungen reicht von 140 bis 352 US-Dollar.
Die Quartalszahlen in den nächsten Wochen werden zeigen, ob die KI-Nachfrage das hohe Bewertungsniveau weiterhin rechtfertigt.
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