Nvidia darf wieder liefern. Nach monatelangem Exportstopp hat die US-Regierung grünes Licht für den Verkauf leistungsstarker KI-Chips an geprüfte chinesische Kunden gegeben. Konkret geht es um die H200-Prozessoren – und um Milliarden-Umsätze, die im ersten Quartal 2026 in den Büchern landen werden. Allerdings fordert Washington einen hohen Preis für die Rückkehr.

40.000 bis 80.000 H200-Chips für China

Ende Dezember 2025 erteilte die US-Regierung Nvidia die Genehmigung, seine H200-Rechenzentrum-GPUs nach China zu exportieren. Diese Prozessoren richten sich an Kunden, die KI-Modelle trainieren oder große Datenmengen verarbeiten. Seit April 2025 war der Verkauf solcher Hardware untersagt – nun öffnet sich der Markt wieder.

Nvidia bereitet aktuell die Auslieferung von 40.000 bis 80.000 H200-Einheiten vor. Die Lieferungen sollen noch vor dem chinesischen Neujahrsfest Mitte Februar starten. Bei einem Stückpreis von rund 32.000 US-Dollar ergibt sich daraus ein Umsatzpotenzial zwischen 1,28 und 2,56 Milliarden US-Dollar – allein aus dieser ersten Welle.

Die 25-Prozent-Klausel

Die Rückkehr auf den chinesischen Markt hat jedoch einen Haken: Die Trump-Regierung verlangt 25 Prozent des China-Umsatzes direkt für den US-Staat. Diese Abgabe schmälert die Nettomarge, doch für Nvidia bleibt der Deal lukrativ. Schließlich war dieser Absatzkanal zuvor komplett versperrt.

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Die Vereinbarung gilt zunächst für verifizierte Kunden und unterliegt strengen Kontrollen. Das Volumen von maximal 80.000 Einheiten dient als Testlauf – weitere Freigaben könnten folgen, sofern die Rahmenbedingungen eingehalten werden.

Bewertung und Analystensicht

Zum Jahresende 2025 notierte die Nvidia-Aktie etwa 13 Prozent unter dem PHLX Semiconductor Index (SOX). Ein solcher Abschlag zum Branchenindex ist historisch selten und deutet auf eine mögliche Unterbewertung hin – gerade angesichts der Marktposition des Unternehmens.

Analysten bleiben optimistisch: Von 48 befragten Experten empfehlen 44 die Aktie mit "Strong Buy". Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 256 US-Dollar, das obere Ende der Schätzungen reicht bis 352 US-Dollar. Für das Geschäftsjahr 2027 erwarten Analysten einen Gewinn je Aktie von 7,52 US-Dollar – ein Plus von 60 Prozent gegenüber dem abgelaufenen Jahr.

Schnelle Umsetzung geplant

Nvidia nutzt vorhandene H200-Bestände, um die Februar-Lieferungen fristgerecht zu erfüllen. Die Lieferkette stand offenbar bereit, sobald die Genehmigung erteilt wurde. Damit kann das Unternehmen die Umsätze bereits im laufenden Quartal verbuchen – ein konkreter Kurstreiber, sobald der Handel nach dem Neujahrstag wieder aufgenommen wird.

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