Nvidia befindet sich in einer paradoxen Situation. Während der wichtigste Fertigungspartner TSMC dank des anhaltenden KI-Booms Rekordgewinne einfährt, sorgt ein geopolitisches Störfeuer aus China für Unsicherheit bei den Anlegern. Die Aktie, die seit Jahresbeginn leicht im Minus notiert, reagiert sensibel auf die Nachricht, dass chinesische Behörden den Import des wichtigen H200-Chips faktisch blockieren. Steht der Tech-Gigant vor einer ernsthaften Bremse oder bietet die aktuelle Kursschwäche eine Einstiegschance?

H200-Chips an der Grenze gestoppt

Verantwortlich für die aktuelle Zurückhaltung am Markt ist eine Anweisung der chinesischen Zollbehörden. Obwohl die US-Regierung unter Donald Trump den Export der leistungsstarken H200-KI-Chips unter Auflagen genehmigt hatte, verweigert Peking nun offenbar die Einfuhr. Marktbeobachter beschreiben die Anweisung an chinesische Tech-Firmen als so strikt, dass sie einem faktischen Verbot gleichkommt.

Für Nvidia steht viel auf dem Spiel: Chinesische Unternehmen haben Bestellungen für mehr als zwei Millionen dieser Chips aufgegeben, die einen Stückpreis von rund 27.000 US-Dollar haben. Dass Nvidia derzeit nur über einen Lagerbestand von 700.000 Einheiten verfügt, spielt angesichts der Blockade kaum eine Rolle. Analysten werten diesen Schritt Pekings als mögliches taktisches Manöver vor dem geplanten Staatsbesuch von Präsident Trump im April.

TSMC liefert bullische Signale

Während China bremst, liefert die Lieferkette eindeutige Wachstumssignale. TSMC, der exklusive Produzent von Nvidias KI-Beschleunigern, übertraf mit seinen Quartalszahlen alle Erwartungen. Der Nettogewinn sprang um 35 Prozent auf ein Rekordhoch, und für 2026 prognostiziert der Fertiger ein Umsatzwachstum von rund 30 Prozent.

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Besonders relevant für Nvidia-Aktionäre ist die Investitionsplanung (Capex) von TSMC. Das Unternehmen plant, die Ausgaben im Jahr 2026 auf 52 bis 56 Milliarden US-Dollar zu erhöhen – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 40,9 Milliarden im Vorjahr. CEO C.C. Wei bestätigte zudem, dass die Nachfrage nach KI "sehr stark" bleibe. Dies deutet darauf hin, dass der Bedarf der westlichen Hyperscaler wie Microsoft und Amazon den Wegfall des China-Geschäfts kompensieren könnte.

Günstigere Bewertung lockt Analysten

Trotz der positiven Signale aus der Lieferkette konnte sich die Nvidia-Aktie dem Abwärtsstrudel zuletzt nicht entziehen und notiert seit Jahresanfang mit 3,02 Prozent im Minus bei aktuell 183,14 US-Dollar. Durch die Seitwärtsbewegung der letzten Wochen hat sich jedoch die Bewertung deutlich entspannt. Das Papier wird derzeit nur noch mit dem 25- bis 27-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt, was deutlich unter den Spitzenwerten während des ersten KI-Hypes liegt.

Die Wall Street bleibt daher optimistisch. Analysten von Mizuho haben ihr Kursziel auf 275 US-Dollar angehoben, während RBC Capital ein Ziel von 240 US-Dollar ausruft. Auch Bernstein sieht in der aktuellen Bewertung eine attraktive Einstiegsgelegenheit, da die Ausgaben für KI-Infrastruktur unvermindert hoch bleiben.

Die entscheidende Bestätigung für diesen Optimismus könnten die kommenden Wochen liefern. Bevor Nvidia selbst am 25. Februar seine Bücher öffnet, werden die Quartalszahlen der Großkunden Microsoft (28. Januar) und Alphabet (4. Februar) zeigen, ob die Budgets für KI-Hardware im Jahr 2026 tatsächlich weiter steigen. Microsoft hat bereits angekündigt, allein im ersten Geschäftsquartal 2026 fast 35 Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur zu investieren.

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