Zwei FDA-Zulassungen innerhalb weniger Wochen, aber gleichzeitig eine Verwarnung der Behörde wegen Sicherheitsmängeln — Novo Nordisk erlebt derzeit eine ungewöhnliche Mischung aus regulatorischem Erfolg und institutionellem Druck. Das Bild, das sich für Anleger ergibt, ist entsprechend vielschichtig.

Neue Produkte, neue Probleme

Am 27. März genehmigte die FDA Awiqli (Insulin icodec) — das weltweit erste Basalinsulin, das nur einmal wöchentlich verabreicht werden muss. Die Zulassung stützt sich auf das ONWARDS-Studienprogramm mit rund 2.680 Patienten, das eine mit täglichen Regimen vergleichbare Blutzuckerkontrolle belegte. Der US-Marktstart ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

Bereits am 19. März hatte die FDA Wegovy HD zugelassen — eine höher dosierte 7,2-mg-Variante des Abnehmmedikaments, die in klinischen Studien über 68 Wochen einen mittleren Gewichtsverlust von 20,7 Prozent erzielte.

Parallel dazu läuft jedoch eine FDA-Verwarnung vom 5. März, die auf systemische Mängel bei der Meldung unerwünschter Arzneimittelwirkungen hinweist. Die Behörde stellte fest, dass schwerwiegende Nebenwirkungen — darunter Todesfälle und Fälle von Suizidgedanken im Zusammenhang mit GLP-1-Medikamenten wie Ozempic und Wegovy — nicht ordnungsgemäß erfasst und gemeldet wurden. Die Verwarnung geht auf eine Inspektion am Firmensitz in New Jersey Anfang 2025 zurück. Novo Nordisk erklärte, an einer Lösung zu arbeiten.

Unruhe auf der Hauptversammlung

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Auf der Hauptversammlung am 26. März zeigte sich, dass auch intern nicht alles reibungslos läuft. Norges Bank Investment Management (NBIM), der Verwalter des norwegischen Staatsfonds und einer der größten Aktionäre, enthielt sich bei der Wiederwahl von Aufsichtsratschef Lars Rebien Sørensen der Stimme. Hintergrund war eine Empfehlung des Proxy-Beraters ISS, der Bedenken zur Effektivität des Boards und zur Machtkonzentration äußerte: Sørensen ist gleichzeitig Vorsitzender des Unternehmensboards und der Novo Nordisk Foundation, die die Mehrheit der Stimmrechte hält.

Trotz dieser Signale wurden die Beschlüsse zu Dividendenausschüttungen und Finanzberichten angenommen.

Kurs unter Druck, Quartalszahlen im Blick

Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 32 Prozent verloren und notiert aktuell auf ihrem 52-Wochen-Tief. Das Umfeld bleibt schwierig: Eli Lilly verschärft den Wettbewerb im Adipositas-Segment, günstigere Alternativpräparate drängen in den US-Markt, und mehrere wichtige Produkte nähern sich dem Patentablauf. CEO Mike Doustdar, seit August 2025 im Amt, hat Effizienzmaßnahmen eingeleitet. Der Ausblick für 2026 rechnet mit Wachstum im internationalen Geschäft, aber rückläufigen US-Umsätzen.

Erste konkrete Zahlen zum laufenden Jahr liefert Novo Nordisk am 6. Mai mit dem Bericht zum ersten Quartal 2026.

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