Novo Nordisk Aktie: Mars-Chef soll helfen
Der dänische Pharmakonzern holt sich branchenfremde Expertise ins Haus. Auf der jüngsten Hauptversammlung wurde ausgerechnet der Chef des US-Süßwarengiganten Mars als künftiges Vorstandsmitglied präsentiert. Dieser ungewöhnliche Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der das Management wegen verpasster Übernahmen und einer düsteren Umsatzprognose massiv unter Druck steht.
Poul Weihrauch wird zunächst als Beobachter agieren, bevor er 2027 regulär in das Gremium einziehen soll. Die Logik hinter dieser Personalie erschließt sich beim Blick auf den US-Markt. Abnehmpräparate verändern das Konsumverhalten der Patienten grundlegend, insbesondere die Nachfrage nach Snacks sinkt. Mit Weihrauchs Expertise will Chairman Lars Rebien Sørensen die kommerzielle Schlagkraft in den USA erhöhen, nachdem er dem vorherigen Vorstand eine zu zögerliche Herangehensweise vorgeworfen hatte.
Kritik und trübe Aussichten
Die strategische Neuausrichtung ist dringend nötig, denn die Stimmung auf der Hauptversammlung war angespannt. Investoren kritisierten das neue Führungsduo für jüngste Fehltritte. Dazu zählt der gescheiterte Versuch, Pfizer im vergangenen Herbst ein vielversprechendes Adipositas-Startup abzuluchsen. Schwerer wiegt allerdings die überraschend schwache Prognose für das laufende Jahr. Das Management rechnet für 2026 mit einem Umsatzrückgang zwischen 5 und 13 Prozent.
Diese fundamentalen Probleme spiegeln sich deutlich in der Kursentwicklung wider. Mit einem aktuellen Minus von fast 31 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier bei knapp 31 Euro und damit gefährlich nah an seinem 52-Wochen-Tief.
Preisdruck und Dividende
Als kleines Trostpflaster fungiert die Gewinnausschüttung. Am heutigen Montag wird der Titel ex-Dividende gehandelt. Für das abgelaufene Jahr erhalten Aktionäre insgesamt 11,70 Dänische Kronen, was einer leichten Anhebung von 2,6 Prozent entspricht. Gleichzeitig ließ sich der Vorstand weitreichende finanzielle Spielräume absegnen, darunter die Erlaubnis für Aktienrückkäufe von bis zu 10 Prozent des Kapitals bis April 2028.
Um operativ wieder in die Spur zu finden, muss sich das Unternehmen gegen die harte Konkurrenz von Eli Lilly und sinkende Preise behaupten. Ein im November geschlossener Deal über den staatlichen Direktvertriebskanal "TrumpRx" hat die Margen für Wegovy und Ozempic bereits spürbar gedrückt. CEO Mike Doustdar richtet den Fokus daher auf die Pipeline: Neben den geplanten Markteinführungen des Kombinationspräparats CagriSema und der Hämophilie-Therapie Mim8 stehen demnächst wichtige Phase-3-Daten für Behandlungen von Sichelzellanämie und chronischen Nierenerkrankungen an.
Novo Nordisk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novo Nordisk-Analyse vom 30. März liefert die Antwort:
Die neusten Novo Nordisk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novo Nordisk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novo Nordisk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








