Atos Aktie: Millionen-Urteil belastet
Ein jahrelanger Rechtsstreit aus der Zeit vor der Syntel-Übernahme holt Atos nun ein. Ein US-Bundesgericht verurteilte die Tochtergesellschaft zur Zahlung einer dreistelligen Millionensumme an die Konkurrenten Cognizant und TriZetto. Anleger reagierten prompt und schickten die bereits angeschlagene Aktie weiter auf Talfahrt.
Teures Erbe aus der Vergangenheit
Konkret geht es um eine Summe von 236,9 Millionen US-Dollar, was etwa 204,1 Millionen Euro entspricht. Da der Konflikt bereits seit 2015 schwelt, kommen zusätzlich Zinsen in Höhe von 9 Prozent hinzu, die rückwirkend ab Januar 2018 fällig werden. Damit wird eine Altlast aus der Ära vor der Integration von Syntel im Jahr 2018 zur handfesten finanziellen Belastung.
Das Management prüft derzeit, ob es gegen die Entscheidung in Berufung geht. Trotz der hohen Summe betonte die Unternehmensführung, dass die operative Stabilität des Konzerns nicht gefährdet sei. Eine wichtige Frist läuft am 10. April ab: Bis dahin muss die Gegenseite erklären, ob sie eine reduzierte Schadensersatzsumme akzeptiert, was den Fall vorzeitig abschließen könnte.
Chartbild verschlechtert sich
An der Börse sorgte die Nachricht für erneuten Verkaufsdruck. Die Aktie rutschte heute um 4,87 Prozent ab und notiert bei 33,30 Euro. Damit wurde die charttechnische Unterstützung bei 35 Euro, die noch am Freitag gehalten hatte, deutlich unterboten. Der Titel setzt damit seinen Negativtrend fort und hat seit Jahresbeginn bereits über 36 Prozent an Wert verloren.
Ob Atos die Belastung abfedern kann, hängt nun maßgeblich von der Entscheidung am 10. April und einem möglichen Berufungsverfahren ab. Bis zu einer endgültigen Klärung bleibt die rechtliche Unsicherheit ein Bremsklotz für den Kurs, der aktuell rund 45 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 61,05 Euro liegt.
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