Nach einem turbulenten Jahr 2025 steht der Pharmariese unter massivem Zugzwang. Mit dem offiziellen US-Start der oralen Wegovy-Tablette will der Konzern den negativen Trend brechen und das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen. Kann die neue Tablette den Kursrutsch stoppen oder wiegen die Wettbewerbssorgen zu schwer?

Ein Jahr zum Vergessen

Die Bilanz der letzten zwölf Monate fällt ernüchternd aus. Einst unangefochtener Marktführer, musste die Aktie im Jahr 2025 eine schmerzhafte Korrektur hinnehmen. Mit einem Gesamtverlust von rund 40 Prozent und einem Schlusskurs von 51,19 US-Dollar notiert das Papier deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 93,80 US-Dollar. Hauptursache für diesen Absturz waren der verschärfte Wettbewerb und eine veränderte Marktdynamik, die Anleger nun auf eine Trendwende im Jahr 2026 hoffen lassen.

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Der entscheidende Vorteil

Der wichtigste Hebel für eine mögliche Erholung ist die Markteinführung der oralen Wegovy-Tablette (Semaglutid 25 mg) in den USA, die für "Anfang Januar 2026" terminiert ist. Nach der FDA-Zulassung kurz vor Weihnachten spielt Novo Nordisk hier einen entscheidenden Vorteil aus:

  • Wirksamkeit: In klinischen Studien (OASIS 4) zeigte sich ein durchschnittlicher Gewichtsverlust von 16,6 Prozent, verglichen mit nur 2,7 Prozent in der Placebogruppe.
  • Vorsprung: Als erster zugelassener oraler GLP-1-Rezeptor-Agonist hat das Produkt einen Zeitvorteil gegenüber Konkurrenten wie Eli Lilly, deren orale Lösung noch auf die Zulassung wartet.
  • Zielgruppe: Die nadelfreie Einnahme öffnet den Markt für Patienten, die Injektionen ablehnen.

Analysten sehen diesen Launch als primären Katalysator, um den Aktienkurs im ersten Quartal 2026 zu stabilisieren.

Preiskampf in China

Während der US-Start Chancen bietet, ziehen in Asien Wolken auf. Berichten zufolge haben sich Novo Nordisk und der Rivale Eli Lilly kurz vor dem Jahreswechsel einen Preiskampf in China geliefert und die Preise für ihre Abnehmpräparate gesenkt. Diese aggressive Strategie soll Marktanteile in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sichern, drückt jedoch potenziell auf die Margen. Marktbeobachter wägen nun ab, ob das Volumenwachstum die geringere Rentabilität pro Einheit ausgleichen kann.

Die Stimmung an der Wall Street bleibt vorerst verhalten. Analysten bewerten die Aktie mehrheitlich mit "Hold" und nennen Kursziele im Bereich von 53 bis 54 US-Dollar. Der Markt verlangt nun konkrete Verkaufszahlen der neuen Tablette. Eine signifikante Neubewertung der Aktie dürfte erst erfolgen, wenn die Umsätze des neuen oralen Medikaments die frühen Erwartungen tatsächlich übertreffen.

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