Novo Nordisk Aktie: Dunklere Tage?
Novo Nordisk verlor am Mittwoch 2,24 Prozent und schloss bei 59,32 US-Dollar – während der breite Markt zulegte. Die dänische Pharma-Aktie steht trotz positiver Nachrichten zum Zelltherapie-Geschäft unter Druck. Verantwortlich dafür sind vor allem deutlich reduzierte Gewinnerwartungen eines wichtigen Analysten.
Partnerschaft neu strukturiert
Am Montag hatte Novo Nordisk eine erweiterte Kooperation mit dem kanadischen Biotech-Unternehmen Aspect Biosystems bekanntgegeben. Aspect übernimmt dabei die Rechte an Novos Stammzell-basierten Inselzell-Technologien sowie hypoimmune Zellentwicklungen – beides zentrale Bausteine für künftige Diabetes-Therapien.
Die Kanadier werden künftig Entwicklung, Herstellung und Vermarktung solcher Zelltherapien leiten. Novo Nordisk behält sich jedoch Rechte für spätere Entwicklungsphasen vor und investiert zusätzlich in Aspect. Im Gegenzug erhält der Konzern Lizenzgebühren und Meilensteinzahlungen bei Produkterfolgen.
Die Transaktion folgt auf Novos Entscheidung vom Oktober 2025, die interne Zelltherapie-Entwicklung einzustellen – damals waren rund 250 Stellen gestrichen worden. Die ursprüngliche Partnerschaft von 2023 hatte eine Vorauszahlung von 75 Millionen US-Dollar und Meilensteinzahlungen von bis zu 650 Millionen US-Dollar umfasst.
TD Cowen senkt Prognosen deutlich
Entscheidender für den Kursrückgang dürfte jedoch die Einschätzung von TD Cowen gewesen sein. Analyst Phil Nedelcovych kappte seine Umsatzprognose für 2026 um fünf Prozent auf 290 Milliarden dänische Kronen – unterhalb der Konsenserwartung von 296 Milliarden. Noch drastischer fiel die Kürzung beim Gewinn je Aktie aus: Statt 25,25 Kronen erwartet Nedelcovych nur noch 19,30 Kronen, ein Minus von 14 Prozent.
Trotz der reduzierten Schätzungen hält der Analyst an seiner Kaufempfehlung fest, senkte das Kursziel aber von 105 auf 70 US-Dollar. Als wichtigste Katalysatoren für 2026 nennt er die Markteinführung der Wegovy-Pille, Studienergebnisse zu CagriSema im Vergleich zu Eli Lillys Zepbound sowie die Entwicklung bei Ozempic.
Der Wall-Street-Konsens liegt aktuell bei einer neutralen Einschätzung mit einem durchschnittlichen Kursziel von 56,21 US-Dollar.
Wegovy-Start lieferte zuletzt Rückenwind
Der jüngste Rücksetzer relativiert sich im größeren Kontext: Über die vergangenen vier Wochen hat die Aktie knapp 18 Prozent zugelegt. Treiber war die starke US-Nachfrage nach der oralen Wegovy-Version, die Mitte Januar auf den Markt kam. Allein am 16. Januar sprang die Aktie um über neun Prozent, nachdem erste Verschreibungsdaten die Erwartungen übertroffen hatten.
Zusätzlichen Schub lieferte die Zulassung einer höher dosierten Wegovy-Variante (7,2 mg wöchentlich) durch die britische Aufsichtsbehörde MHRA. Studiendaten zeigen hier einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 20,7 Prozent.
Die Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025 werden Anfang Februar erwartet. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 0,91 US-Dollar bei Erlösen von 12,11 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 liegt die Konsensschätzung bei 48,11 Milliarden US-Dollar Umsatz – ein zentraler Vergleichswert zur TD-Cowen-Prognose. Die REDEFINE-4-Studienergebnisse im direkten Vergleich mit Eli Lillys Zepbound könnten dabei zum Richtungsgeber für die kommenden Monate werden.
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