Northrop Grumman Aktie: Trumps Militär-Milliarden verpuffen
Die Northrop Grumman Aktie erlebte am Donnerstag eine Achterbahnfahrt. Zunächst schossen die Papiere des Rüstungskonzerns nach oben, als US-Präsident Donald Trump verkündete, das Militärbudget für 2027 auf 1,5 Billionen Dollar anzuheben – eine satte Erhöhung um 500 Milliarden Dollar gegenüber dem aktuellen Haushalt von einer Billion. Doch die Euphorie währte nur kurz.
Anders als bei Lockheed Martin, dessen Aktien über vier Prozent zulegen konnten, wurden die Zugewinne bei Northrop Grumman rasch wieder abgebaut. Der Grund: Nur einen Tag zuvor, am Mittwoch, hatte Trump mit seiner Durchführungsverordnung "Prioritizing the Warfighter in Defense Contracting" eine eiserne Faust gezeigt.
Drohkulisse lähmt den Sektor
Die präsidiale Anordnung fesselt Dividendenzahlungen, Aktienrückkäufe und Vorstandsgehälter direkt an die Einhaltung von Lieferterminen. Wer nicht pünktlich liefert, dem drohen Vertragsauflösungen und andere Sanktionen. Das Weiße Haus ließ keinen Zweifel an der Stoßrichtung: "Die Tage, in denen Rüstungskonzerne Anlegerrenditen über militärische Einsatzbereitschaft stellen, sind vorbei", erklärte Sprecherin Anna Kelly.
Drei mit der Situation vertraute Personen berichteten Reuters, dass Rüstungsunternehmen bereits juristischen Rat einholen. Die Unsicherheit ist greifbar: Lässt sich die Order überhaupt durchsetzen? Branchenkenner, Analysten und Führungskräfte sehen juristische Hürden voraus – Klagen könnten die Maßnahmen verzögern oder aushebeln.
Zuckerbrot und Peitsche
Morgan Stanley-Analystin Kristine Liwag bezeichnete Trumps Strategie treffend als "Zuckerbrot und Peitsche". Die Rekorderhöhung des Verteidigungsbudgets ist das Zuckerbrot, die Beschränkungen bei Kapitalrückführungen die Peitsche. Liwag stellte zudem Fragen zur Durchsetzbarkeit: Die US-Regierung hält weder Beteiligungen an den Konzernen noch verfügt sie über Vorzugsaktien oder Sitze in den Aufsichtsräten.
Dennoch – die Angst sitzt tief. Ein Branchenmanager gestand gegenüber Reuters, die Order für nicht durchsetzbar und vage zu halten, wolle aber dennoch Compliance zeigen, um die Regierung nicht zu verärgern. Ein zweiter Spitzenfunktionär formulierte es drastisch: "Es gibt für die Rüstungsfirmen einfach keine Möglichkeit, bei dieser Optik zu gewinnen."
Milliardenschwere Konsequenzen
Konkret geht es um erhebliche Summen. Northrop Grumman, Lockheed Martin, General Dynamics, L3Harris und RTX schütteten in den vergangenen zwölf Monaten zusammen rund acht Milliarden Dollar an Dividenden aus – bei durchschnittlichen Renditen von 1,9 Prozent. Aktienrückkäufe summierten sich auf etwa zehn Milliarden Dollar, so Daten von Morgan Stanley.
Der Kriegsminister muss binnen 30 Tagen jene Auftragnehmer benennen, die gegen die neuen Regeln verstoßen. Diese erhalten dann 15 Tage Zeit für einen vom Vorstand gebilligten Sanierungsplan. Zudem soll die Vergütung von Führungskräften künftig an pünktliche Lieferungen und Produktionssteigerungen gekoppelt werden – nicht an kurzfristige Finanzkennzahlen wie den Gewinn je Aktie.
Bundesanwalt Franklin Turner von McCarter & English warnte: "Der wirklich abschreckende Teil ist, dass viele Auftragnehmer einen bösen Brief bekommen werden, gefolgt von möglichen Zahlungssperren, Kündigungen und wer weiß was noch." Es sei ein Versuch der Regierung, die Peitsche knallen zu lassen.
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