Der rasant steigende Datenverkehr zwingt Betreiber von riesigen Rechenzentren zum Handeln. Genau hier setzt Nokia nun mit einer neuen Generation von optischen Netzwerklösungen an, die den enormen Platzbedarf der Serverfarmen drastisch reduzieren sollen. Gleichzeitig sicherten sich die Finnen einen lukrativen Platz in einem US-Rüstungsprojekt, was die strategische Ausrichtung des Konzerns untermauert.

Platznot in den Serverfarmen

Netzwerkbetreiber stoßen bei der Skalierung ihrer Infrastruktur zunehmend an physische Grenzen. Um dieses Nadelöhr zu weiten, präsentierte der Telekommunikationsausrüster am Montag auf der OFC-Konferenz in Los Angeles einen kompakten Multi-Rail-Verstärker. Dieses Bauteil bündelt bis zu 160 Faserpaare in einem einzigen Standard-Rack. Laut Unternehmensangaben entspricht das einer vierzigfachen Erhöhung der Verstärkerdichte im Vergleich zu herkömmlichen Systemen auf dem Markt. Möglich wird dies durch den Einsatz neuer digitaler Signalprozessoren sowie Materialien wie Indiumphosphid und Siliziumphotonik.

Massive Kostensenkungen

Technologische Fortschritte sind für Kunden meist nur dann attraktiv, wenn sie sich finanziell lohnen. Nokia verspricht durch die neuen optischen Transportprodukte eine Senkung der Gesamtbetriebskosten um bis zu 70 Prozent. Parallel dazu stellte der Konzern mit Aurelis eine spezielle Management-Lösung vor, die den Stromverbrauch und die Betriebsausgaben massiver Rechenzentren weiter drücken soll. Die Markteinführung der neuen Hardware-Generation ist schrittweise ab der zweiten Jahreshälfte 2026 geplant.

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Lukratives US-Verteidigungsprojekt

Neben dem zivilen Sektor baut das Unternehmen seine Regierungsgeschäfte gezielt aus. Anfang März sicherte sich die Tochtergesellschaft Nokia Federal Solutions einen Platz im SHIELD-Programm der US-Raketenabwehrbehörde. Dieser Rahmenvertrag teilt ein maximales Budget von 151 Milliarden US-Dollar unter ausgewählten Anbietern auf und garantiert langfristige Aufträge in hochsicheren Umgebungen. Diese operative Stärke spiegelt sich auch an der Börse wider. Nach den jüngsten Ankündigungen kletterte das Papier am Montag punktgenau auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 7,50 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein sattes Plus von knapp 35 Prozent.

Mit der Kombination aus effizienterer Hardware für Cloud-Anbieter und langfristigen Regierungsaufträgen sichert sich Nokia den Zugang zu zwei äußerst kapitalstarken Märkten. Die vollständige kommerzielle Verfügbarkeit der neuen optischen Lösungen ist für die zweite Jahreshälfte 2027 fest terminiert und bildet den nächsten konkreten Meilenstein für die Netzwerksparte.

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